Herbst und Winter 2021/22

Männermode: Für immer Casual Friday

Shorts
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Ja, man trägt sie im kommenden Winter: Shorts tauchen in den aktuellen Modekollektionen für den Mann auf, wie auch dieses Beispiel von Levis (ca. 50 Euro).

Es tut sich was in der Männermode. Manche werden es lieben, etwa das schleichende Ende der traditionellen Anzugmode im Alltag. Gewöhnungsbedürftig dagegen dürften Shorts im Winter sein.

Hamburg/Frankfurt - Nichts weniger als eine kleine Revolution sieht die Stylistin Maria Hans da auf die Männer zukommen. Eine modische - „und die stellt die Herrenmode gehörig auf den Kopf.“ Die wichtigste Tendenz: Weg vom steifen Outfit hin zu einer neuen Lässigkeit, die vor dem Büro nicht Halt macht. Corona und dem Homeoffice sei dank - wo weder Jackett noch Krawatte so richtig wichtig waren.

„Dementsprechend setzt sich die Idee des Homeoffice im Herbst auch bei offiziellen Anlässen durch“, erwartet Maria Hans für die künftige Mode. „Es gibt zwar noch Anzüge, aber diese sind deutlich legerer geschnitten: Die Hosen sind bequem und weiter als in den letzten Saisons. Das Gleiche gilt für die Jacketts, die oftmals auch aus besonders weichen, griffigen Stoffen gefertigt wurde.“

Ganz vorbei soll es mit der Krawatte im Job sein - zumindest für die, deren Unternehmen nicht weiterhin einen Dresscode vorsehen. Der Schlips sei dann nur noch Accessoire für besonders wichtige berufliche Anlässe. „Der Casual Friday wird so zur Casual Week“, fast Maria Hans die Entwicklung zusammen. Der Casual Friday steht dafür, dass in manchen Unternehmen mit sonst strengen Vorgaben immer freitags die Kleidung lässiger sein darf.

Eleganter Bademantel für draußen

„Gefühlvolle Lässigkeit“ bezeichnet der Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt das Ergebnis dieser Entwicklung der Männermode. Und eines der Stücke, die das für ihn besonders gut repräsentiert, ist die Mantelform, die im Herbst für Männer angesagt sein wird: „Der ist oversized geschnitten, wird lediglich mit einem Bindegürtel geschlossen und wirkt ein wenig wie ein eleganter Bademantel“, beschreibt Rose.

Das Trendstück des vergangenen Winters bleibt für diese Saison angesagt: Der Rollkragenpullover. Hier ein Beispiel aus der aktuellen Kollektion von Ecoalf (ca. 110 Euro).

Die Alternative übrigens, für alle, die den Hugh-Hefner-Look dann doch scheuen, ist der klassische Trenchcoat - „gern auch in typischem Beige oder mit einem dezenten Karomuster“, so Rose.

Unter den Mänteln, trägt Mann Strick. Viele Designer setzen aktuell auf legere Pullover, den Pullunder über dem Hemd und extragroße Schals in ihren Kollektionen. Wie auch in der Frauenmode verwenden sie hierfür gerne das Zopfmuster. Erhalten aus den vergangenen Winter- und Herbstsaisons übrigens bleibt der Rollkragen-Pullover. „Das Besondere dabei: Man trägt den Kragen in voller Länge, krempelt ihn also nicht mehr um“, erklärt Modeberater Andreas Rose.

„Neben Strick sieht man an Materialien jetzt auch viel Cord oder Samt - beides Stoffe, die ebenfalls einen bestimmten Gemütlichkeitsfaktor mitbringen“, erklärt Shoppingberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin.

Kurze Shorts für den Wintertag

Einen Gegentrend gibt es: „Shorts sind im Herbst, aber auch im Winter, extrem angesagt“, so Andreas Rose. „Sie werden an wärmeren Tagen mit Slippern und Socken kombiniert, wenn es kühler wird, passen derbe Boots dazu.“

Angesagt bleibt dafür (Kunst-) Leder, „gern auch für überlange Mäntel im Matrix-Stil“, berichtet Rose weiter. „Überlänge gibt es auch bei Hemden, die dann mit legeren Pullundern kombiniert werden und T-Shirts werden jetzt mit personalisierten Statements getragen.“

Übergroß wirkende Mäntel mit Bindegürtel sind für den Mann in dieser kalten Jahreszeit angesagt. Hier ein Beispiel von Marcel Ostertag (Mantel 899 Euro, Hose 379 Euro).

Die angesagten Farben sind leuchtend - wie Orange oder Currygelb, „die ganz edel zu Grau kombiniert werden“, erklärt die Stylistin Maria Hans. „Daneben sind warme, natürliche Nuancen von Beige, Braun oder Camel aus der aktuellen Männermode nicht mehr wegzudenken und passen perfekt zu den soften Materialien und bequemen Schnitten“, ergänzt Andrea Lakeberg. dpa

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