Mann lässt Bruder im Rollstuhl an Flughafen zurück

Frankfurt/Main - Ein Rollstuhlfahrer aus dem Irak ist von seinem Bruder am Frankfurter Flughafen zurückgelassen worden. Hinter dem merkwürdigen Vorfall steckte ein Plan.

Während der verwirrt wirkende Behinderte von den Bundespolizisten im Transitbereich angesprochen wurde, versuchte dessen 20 Jahre alter Bruder, nach Istanbul weiterzufliegen. Weil er alleine reiste, im Ticket aber ein Rollstuhlfahrer als Begleitung vermerkt war, wurde das Personal am Gate aufmerksam, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte.

Der 20-Jährige sagte aus, sein vier Jahre älterer Bruder sei im Irak bei einem Attentat verletzt worden. Das Paar hatte laut Bundespolizei zwar Visa für die USA, allerdings wäre eine Behandlung dort zu teuer gewesen. Daher habe der jüngere Bruder im Flugzeug den Pass des älteren zerrissen und in die Toilette der Maschine geworfen. Nach dem Aussteigen habe er sich bei seinem Bruder verabschiedet und ihn zurückgelassen. Gegen den 20-Jährigen wird ermittelt, der behinderte Bruder wurde in ein Krankenhaus gebracht.

dpa

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