Blöd gelaufen

Mann will mit Geldstrafe Cousin befreien und wird selbst zum Schuldigen

Ein Mann wollte in Duisburg seinen verhafteten Cousin befreien, indem er seine Geldstrafe bezahlte. Als er auf der Wache ankam, wendete sich das Blatt.

Duisburg - Ein 27-jähriger Mann hat bei der Bundespolizei in Duisburg die Geldstrafe für seinen verhafteten Cousin bezahlen wollen - obwohl er selbst per Haftbefehl gesucht wurde. Den Beamten sagte der Mann am Sonntagabend, er wolle für die Freilassung seines Verwandten dessen Geldstrafe von 273,50 Euro übernehmen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Duisburger Bundespolizisten fanden jedoch heraus, dass auch gegen den 27-Jährigen ein Haftbefehl bestand - er war wegen Betrugs zu 300 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 30 Tagen Haft verurteilt worden. Daraufhin musste sich der Mann auf der Wache erst einmal selbst mit dem Geld auslösen, das er für seinen Verwandten mitgebracht hatte.

Eine Stunde später tauchte er dann erneut auf der Wache auf, um auch die Geldstrafe seines Verwandten zu begleichen. Der Cousin wurde danach freigelassen, und auch der 27-Jährige blieb auf freiem Fuß.

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Marijan Murat

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