Tatverdächtige konnten fliehen

Mehrere Angriffe auf Häuser von Bewohnern mit Migrationshintergrund

Drei Erwachsene und fünf Kinder schlafen in drinnen, als der Molotowcocktail ihr Zuhause trifft. In einem weiteren angegriffenen Haus wohnen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Essinghausen/Köthen - Unbekannte haben im niedersächsischen Peine ein von einer Familie mit Migrationshintergrund bewohntes Haus mit einem Molotowcocktail attackiert. Zudem warfen sie ein Stein durch ein Fenster, wie die Polizei in Salzgitter am Montag mitteilte. 

Die Tat ereignete sich demnach in der Nacht zum Sonntag im Ortsteil Essinghausen. Zunächst warfen die Täter ein Fenster ein, dann schleuderten sie den Brandsatz gegen die Hausfassade. 

Der Molotowcocktail zerschellte an der Mauer und entzündete eine Gartenbank. Polizisten löschten die Flammen. Im Haus schliefen drei Erwachsene und fünf Kinder, verletzt wurde niemand. Die Beamten bildeten nach eigenen Angaben eine Ermittlungsgruppe.

Weiterer Angriff auf von Ausländern bewohntes Haus

Unbekannte haben in Köthen in Sachsen-Anhalt an der Eingangstür zu einem von Ausländern bewohnten Haus Feuer gelegt. Drei Männer sollen am frühen Samstagmorgen Flyer angezündet und dadurch die Tür in Brand gesetzt haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag in Dessau mitteilten. 

In dem Gebäude befinden sich ein Jugendklub und Wohnungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Als Hausbewohner die Tatverdächtigen bemerkten und aus einem Fenster heraus angesprochen hätten, seien diese geflüchtet. 

Die Bewohner konnten den Brand demnach selbst löschen. Verletzt wurde niemand. An der Haustür entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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