Menschen an Fischvergiftung erkrankt

Ciguatoxin-Vergiftungen nach Fischverzehr

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Rotbarsche in einer Eisbox auf einem deutschen Fischmarkt.

Berlin - Erstmals sind Menschen nach dem Genuss von in Deutschland gekauftem Fisch an Ciguatoxin-Vergiftungen erkrankt.

Experten hätten jetzt in 14 Fällen, die bereits Ende 2012 aufgetreten waren, Ciguatoxine nachgewiesen, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Donnerstag in Berlin mit. Ciguatoxine sind Stoffwechselprodukte bestimmter Algen.

„Ciguatoxin-Vergiftungen gehören zu den häufigsten Fischvergiftungen weltweit“, wird BfR-Präsident Andreas Hensel zitiert. „Sie waren bisher aber auf bestimmte Regionen der Welt begrenzt. Bedingt durch den weltweiten Handel mit tropischem und subtropischem Fisch müssen wir auch bei uns mit einem vermehrten Auftreten solcher Vergiftungen rechnen.“

Alle 14 Menschen seien erkrankt, nachdem sie Red-Snapper-Filets von einem indischen Zwischenhändler gegessen hätten, hieß es. Die betroffene Lieferung war damals zurückgerufen worden.

Zu den Symptomen einer solchen Vergiftung gehörten unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Todesfälle seien dem BfR nicht bekannt, sagte eine Sprecherin.

dpa

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