Mexikanische Polizei findet acht Köpfe

Mexiko-Stadt - Die Polizei hat im Norden Mexikos innerhalb weniger Stunden acht abgetrennte Menschenköpfe gefunden. Zuvor waren vier Journalisten verschwunden.

Beamte bargen sie am Dienstag an verschiedenen Stellen der nordmexikanischen Provinzhauptstadt Durango, wie die regionale Staatsanwaltschaft berichtete. Zudem wurden nach lokalen Zeitungsberichten bereits am Montag in Durango vier Journalisten verschiedener Medien entführt. Sie verschwanden am Montagnachmittag, als sie am Gefängnis von Gómez Palacio im Bundesstaat Durango Aufnahmen machten, wie “Milenio“ schrieb. Sie seien in der Gewalt der organisierten Kriminalität. Häftlinge hatten in der Vergangenheit mit Zustimmung der Leitung mehrmals die Anstalt verlassen und bei Überfällen auf Bars im Nachbarstaat Coahuila Dutzende von Menschen getötet.

Auf die abgetrennten Köpfe waren die Behörden nach eigenen Angaben durch einen anonymen Anruf aufmerksam gemacht worden. Die dazugehörenden Körper würden noch vermisst. Über die Hintergründe vermutlich von der Drogenkriminalität verursachten Bluttaten wurden zunächst keine Angaben gemacht. In der “Lagunera“ genannten Region zwischen den Bundesstaaten Durango und Coahuila mit den Städten Torreón und Gómez Palacio tobt seit 2006 ein blutiger Kampf zwischen mehreren Drogenkartellen. In Mexikos Drogenkrieg sterben jeden Tag zwischen 20 und 60 Menschen.

dpa

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