17.000 in Notunterkünften

Mindestens 75 Tote bei Erdbeben in Papua-Neuguinea

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Papua-Neuguinea: Schutt liegt nach einem Bergrutsch in Folge eines schweren Erdbebens in Tabubil. Foto: Luke Purre

Port Moresby (dpa) - Mehr als eine Woche nach dem schweren Erdbeben im Pazifikstaat Papua-Neuguinea wird das Ausmaß der Schäden immer deutlicher.

Nach einer neuen offiziellen Bilanz vom Dienstag kamen mindestens 75 Menschen ums Leben - deutlich mehr als bislang vermutet. Die Behörden vor Ort sprechen sogar von mindestens 100 Toten. Mindestens 17.000 Menschen mussten in Notunterkünfte gebracht werden.

Das Beben der Stärke 7,5 ereignete sich am Montag vergangener Woche in einer abgelegenen und dichtbewaldeten Region, mehr als 500 Kilometer von der Hauptstadt Port Moresby entfernt. Alle Kommunikationsverbindungen wurden gekappt. Viele Straßen sind unpassierbar. Deswegen wird erst nach und klar, wie groß die Schäden tatsächlich sind.

Papua-Neuguineas Premierminister Peter O'Neill sprach von einer "Katastrophe, wie es sie noch nie gab". Zugleich verhängte über die betroffenen Regionen den Ausnahmezustand. In den vergangenen Tagen gab es auch immer wieder Nachbeben. Erst am Montag wurde ein Beben der Stärke 6,0 gemessen.

Insgesamt wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen mehr als 500 Menschen verletzt. Viele von ihnen konnten bis heute nicht ins Krankenhaus gebracht werden, weil Straßen immer noch blockiert sind. Anfangs war nur von wenigen Toten die Rede gewesen. Am Montag dieser Woche hieß es noch, es habe etwa 50 Todesopfer gegeben.

Papua-Neuguinea liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort kommt es immer wieder zu Vulkanausbrüchen und Beben.

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