Sextäter mit Fußfessel rückfällig geworden

München - Ein mit elektronischer Fußfessel aus der Sicherungsverwahrung entlassener Sexualtäter ist offenbar rückfällig geworden. Er soll ein siebenjähriges Mädchen missbraucht haben.

Der 40 Jahre alte Mann sitze nach der Tat nun wieder in Haft, berichtete das ARD-Magazin „Report München“ (Dienstag/21.45 Uhr) vor Ausstrahlung der Sendung. Der Mann habe vermutlich erneut ein Mädchen missbraucht, bestätigte ein Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft am Abend. Die Ermittlungen wegen des Missbrauchs einer Siebenjährigen seien aber noch nicht abgeschlossen. Der Mann hatte vor Jahren bereits seine Stieftochter missbraucht und war dafür 1999 verurteilt worden.

Laut „Report München“ soll der 40-Jährige im April in einer Münchner Wohnung die Siebenjährige missbraucht haben, nachdem er die Mutter kennengelernt habe und von ihr in die Wohnung gelassen worden sei. Die Mutter soll während der Tat geschlafen haben. Der Vater habe den Missbrauch später angezeigt. Die Überwachung der Daten habe eindeutig ergeben, dass sich der mit elektronischer Fußfessel ausgestattete Mann in der Wohnung aufgehalten habe, berichtete der Bayerische Rundfunk. Allerdings wurde der 40-Jährige laut Staatsanwaltschaft schon vor Bekanntwerden der Tat wegen Verstoßes gegen die Auflagen wieder inhaftiert.

Entlassene Straftäter, die eine elektronische Fußfessel tragen müssen, werden nach einem Staatsvertrag der Bundesländer zentral überwacht. Verstoßen sie gegen Auflagen zum Aufenthaltsort, wird elektronisch Alarm ausgelöst und die Polizei greift ein. Gleiches geschieht auch beim Versuch, die Fußfessel abzustreifen. Seit Anfang 2011 können Gerichte die elektronische Fußfessel als Teil der Führungsaufsicht anordnen. Das Gerät ähnelt einer Plastikuhr und trägt einen GPS-Sender - ähnlich wie beim Navigationsgerät.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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