Mutter wollte ihr Kind nicht in Mülltonne werfen

Köln - Weil Passantes glaubten, eine Frau wolle ihr Baby in einer Plastiktüte in eine Müllonne werfen, riefen sie die Polizei. Die Vernehmung erhärtete den Verdacht aber nicht.

Die Polizei hat den Verdacht gegen eine Kölnerin, die angeblich ihr krankes Baby in einer Plastiktüte in eine Mülltonne werfen wollte, nicht erhärten können. Die 44-jährige Frau wurde nach ihrer Vernehmung freigelassen, wie die Staatsanwaltschaft und die Kripo am Montag mitteilten. Am Sonntagnachmittag hatten Passanten die Polizei informiert, dass eine Frau versucht habe, ein Baby in einer geschlossenen Plastiktüte in einen Mülleimer zu werfen.

Daraufhin kümmerte sich ein Notarzt um den etwa drei Wochen alten Jungen und ließ ihn ins Krankenhaus bringen. Die Mutter wurde wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts festgenommen; die Polizei richtete eine Mordkommission ein. Zunächst hatte es geheißen, die Mutter habe einen verwirrten Eindruck gemacht. Nach Polizeiangaben war sie aber uneingeschränkt vernehmungsfähig. “Da sich nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen der Tatverdacht nicht bestätigt hatte, wurde die Kölnerin im Anschluss an ihre Vernehmung entlassen. Die Ermittlungen dauern an“, heißt es im Polizeibericht. Wie eine Sprecherin auf DAPD-Anfrage erklärte, könnten die Passanten die Situation missverstanden haben. Sie betonte, dies sollte aber niemanden davon abhalten, bei Verdacht die Polizei zu rufen.

dapd

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