Nach Drama bei der Loveparade: Neue Vorwürfe

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Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (l), lässt sich von Polizei-Inspekteur Dieter Wehe am Mittwoch vor Beginn einer Pressekonferenz die Vorfälle bei der Loveparade anhand von Fotos und Zeichnungen erklären.

Duisburg - Ein Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat nach dem Unglück bei der Loveparade neue, schwere Vorwürfe gegen die Duisburger Stadtverwaltung und Polizei erhoben.

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), hat nach der Tragödie bei der Loveparade die Duisburger Stadtverwaltung und die Polizei scharf angegriffen. Im Südwestrundfunk sagte Uhl am Donnerstag, der Auflagenbescheid der Stadt für die Massenveranstaltung zeige “abenteuerlich, wie fahrlässig hier gehandelt“ worden sei. In dem Dokument sei “an keiner Stelle erwähnt“, wie der Veranstalter “Sicherheit herstellen will und soll, und wie viele Ordner er dazu braucht, und an welcher Stelle was zu tun und zu lassen“ sei.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Die politische Verantwortung für die Tragödie liegt Uhls Meinung nach bei der Behörde, die die Veranstaltung genehmigt hat, also der Stadt. Deshalb sei es “natürlich“, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) zurücktreten müsse. “Je schneller, um so besser“, sagte der Unionspolitiker. Aber auch die Polizei hat Uhls Einschätzung nach versagt. Sie dürfe nicht nur Bedenken vortragen, sondern müsse sich notfalls durchsetzen, was sie nach geltendem Recht auch könne. Durch die Katastrophe bei der Loveparade am vergangenen Samstag sind insgesamt 21 Menschen ums Leben gekommen, über 500 wurden verletzt.

DAPD

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