Nachwuchs bei seltenem Sumatra-Nashorn

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Sumatra-Nashorn-Weibchen Ratu hat in Gefangenschaft ein Junges zur Welt gebracht.

Jakarta - Wenn es von einer Art nur noch etwa 200 Exemplare gibt, ist jede Geburt ein Hoffnungsschimmer. In Indonesien ist ein Sumatra-Nashorn zur Welt gekommen.

Es erblickte am Samstag im indonesischen Nationalpark Way Kambas auf der indonesischen Hauptinsel Sumatra das Licht der Welt. Das sagte der Leiter des zuständigen Programms bei der Internationalen Nashorn-Stiftung, Bill Konstant, am Sonntag. In den vergangenen hundert Jahren habe es nur drei Fälle gegeben, in denen Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft ein Baby geboren hätten, sagte ein Vertreter eines Nashorn-Reservats. Vermutlich gibt es von Dicerorhinus sumatrensis überhaupt nur noch rund 200 Exemplare, sie leben noch in Malaysia und Indonesien.

Nach Angaben des Chefs der indonesischen Nashorn-Stiftung, Widodo Ramono, waren die Mutter und der junge Nashornbulle in „großartiger“ Verfassung. „Eine Stunde nach der Geburt wurde das Baby von der Mutter gesäugt“, ergänzte Ramono. „Diese Geburt stärkt unsere Hoffnung auf den Erhalt dieser Nashörner.“

Der süßeste Nachwuchs der Tierwelt

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Viele Lebensräume sind großflächig zerstört worden. Zudem machen Wilderer Jagd auf die Tiere, ihrer wertvollen Hörner wegen. Die Nashörner leben bevorzugt in tropischen Regen- und Bergwäldern. Keine andere Nashornart ist so akut vom Aussterben bedroht, heißt es bei der IUCN weiter. Sumatra-Nashörner lebten nur noch in Reservaten, wo sie von Wächtern geschützt werden.

Es ist die erste derartige Geburt in einer indonesischen Schutzeinrichtung, teilte die Stiftung in Fort Worth (US-Staat Texas) mit. Das indonesische Team will Proben aus der Plazenta des Neugeborenen nehmen, um Stammzellen für spätere Untersuchungen zu gewinnen.

Mutter Ratu ist zwölf Jahre alt. Für sie ist es bereits die dritte Schwangerschaft, die beiden ersten endeten nach einem und zwei Monaten. Der elf Jahre alte Vater Andalas wurde aus den USA in die Einrichtung gebracht, zur Paarung kam es im März 2011. Die Betreuer hoffen, dass Andalas auch mit den beiden weiteren Weibchen dort Nachwuchs haben wird. In der freien Wildbahn sind die Tiere für gewöhnlich Einzelgänger.

Dolchgriffe aus Rhinozeroshorn galten im Jemen als Statussymbol, berichtet die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Auch in der traditonellen asiatischen Medizin sei das Horn hoch geschätzt, der Wert der Substanz übertreffe jenen von Gold. „Die chinesische Medizin schreibt dem Horn vor allem fiebersenkende Wirkung, Heilkräfte gegen Epilepsie, Malaria, Vergiftungen und Abszesse zu.“

dpa

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