22 Tote im Einkaufszentrum

Terror-Miliz bekennt sich zu Überfall in Nairobi

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Menschen flüchten aus dem Einkaufszentrum in Nairobi, in dem 18 maskierte Täter mindestens 20 Menschen erschossen haben

Nairobi -Die islamistische Shebab-Miliz aus Somalia hat sich am Samstagabend via Twitter zu dem Anschlag in Nairobi bekannt. Dabei wurden mindestens 22 Menschen getötet.

Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Aufständischen verbreiteten über den Kurznachrichtendienst die Mitteilung: "Die Mujahedin drangen heute gegen Mittag in die Westgate Mall ein und sind noch immer in dem Einkaufszentrum", ihr Kampf gelte den kenianischen Ungläubigen. Den Islamisten zufolge wurden "mehr als hundert ungläubige Kenianer" getötet.

Bei dem bewaffneten Überfall auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi sind Medienberichten zufolge mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 50 weitere wurden verletzt, wie der US-Nachrichtensender CNN am Samstag unter Berufung auf das Rote Kreuz meldete.

18 maskierte Täter waren in das Gebäude eingedrungen und hatten um sich geschossen. Außerdem hätten die Angreifer Geiseln genommen. Es gebe mindestens vier Verletzte. Augenzeugen berichteten von einer schweren Explosion.

„Wir haben eine große Schießerei gehört und sind weggerannt“, berichtete ein Augenzeuge. Fernsehbilder zeigten, wie Menschen in Panik aus dem exklusiven Einkaufszentrum stürmten und Schutz suchten. Manche lagen sich schockiert in den Armen.

Schießerei in Einkaufszentrum in Nairobi

Schießerei in Einkaufszentrum in Nairobi - viele Tote

Eine Supermarktkette, die in dem Gebäude eine Filiale betreibt, bestätigte, dass einige Kunden als Geiseln genommen worden seien. Die Täter hätten aber bislang keine Forderungen gestellt.

„Wir wissen nicht, wie viele Menschen verletzt worden sind. Die Angreifer sind schwer bewaffnet und schießen aus allen Ecken“, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes. Die Täter hätten das Einkaufszentrum unter ihre Kontrolle gebracht.

Einkaufszentrum im Internet als "ruhiger und sicherer" Ort beschrieben

Das Westgate-Einkaufszentrum außerhalb Nairobis wurde 2007 eröffnet. Es beherbergt nach Angaben der Betreiber mehr als 80 Geschäfte, ein Kino mit mehreren Sälen sowie ein Kasino. Auf der Internet-Homepage beschreibt es sich als „ruhigen und sicheren“ Ort. Nach Medienberichten ist das Zentrum ein beliebter Treffpunkt für wohlhabende Kenianer und im Land lebende Ausländer.

Die Kriminalität ist eines der Hauptprobleme Nairobis. Das Auswärtige Amt warnt etwa vor Raubüberfällen. Bestimmte Gegenden der Metropole sollten auch bei Tag gemieden werden. Zu den größten Missständen zählen die grassierende Armut und die schlechte Lebenssituation vieler Hauptstädter. Über 60 Prozent der mehr als 3,5 Millionen Einwohner leben in Slums.

AFP/dpa

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