Neun Jahre gefordert - lebenslang verknackt

Gera - In Gera wurde ein Altenpfleger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Mit der Haftdauer setzte sich das Landgericht über die geforderten neun Jahre der Staatsanwaltschaft hinweg.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 87-Jährigen hat das Landgericht Gera einen Pfleger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es bestehe kein Zweifel, dass er in der Tatnacht in die Senioren-WG in Jena eingestiegen sei, sagte Richter Reinhard Maul am Dienstag.

Dort habe der Mann die bettlägerige Frau 20 bis 30 Sekunden gewürgt und ihr ein Papiertaschentuch in den Rachen gestopft, so dass sie erstickte. Anlass für die grausame Tat seien Wut und Verärgerung über seine Kündigung gewesen, die er am Vortag von dem Pflegedienst der Einrichtung erhalten hatte. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft 9 Jahre Haft wegen Totschlags.

dpa

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