Rettungsaktion gescheitert

Tier-Tragödie in Neuseeland: Gestrandete Wale eingeschläfert

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Die Wale liegen reglos am Strand - für die meisten von ihnen gibt es keine Hilfe mehr.

Es ist ein mehr als trauriges Bild, das sich an einem Strand nahe des neuseeländischen Haast zeigt: Dutzende Wale sind dort gestrandet. Die Rettungsaktion scheiterte. 

Wellington - In Neuseeland sind mehr als drei Dutzend Grindwale gestrandet. Die 38 Tiere wurden an einem einsamen Strand in der Nähe von Haast auf der Südinsel des Pazifikstaats an Land getrieben. Über den Grund dafür wird gerätselt. Mehrere Dutzend Helfer versuchten am Donnerstag verzweifelt, die noch lebenden Wale zurück ins offene Meer zu bugsieren. Nach Angaben der zuständigen Meeresschutzbehörde waren am frühen Nachmittag (Ortszeit) nur noch zehn Tiere am Leben.

Gestrandete Wale: Rettungsaktion gescheitert

Die Tiere waren am Mittwoch nahe einer Flussmündung entdeckt worden. Viele trieben schon bewegungslos im seichten Wasser oder lagen im Sand. Helfer versuchten verzweifelt, die noch lebenden Wale zurück ins offene Meer zu bugsieren - ohne Erfolg. Die zuständige Meeresschutzbehörde DOC erklärte die Bemühungen schließlich für gescheitert. In Absprache mit Vertretern der Maori-Einwohner, die in der Region zuhause sind, wurden die Tiere eingeschläfert.

Noch lebende Tiere mussten eingeschläfert werden

„Wir haben alles versucht“, sagte DOC-Sprecher Wayne Costello. „Die Helfer haben sie aufgerichtet, sie gekühlt und vor der Sonne geschützt.“ Die schwere See und die Lage der Lagune hätten verhindert, dass die Tiere zurück ins offene Meer gelangten. Costello sprach von einer „schwierigen Entscheidung“. Auch Tierschützer seien beteiligt worden.

Grindwale - auch Pilotwale genannt - werden bis zu acht Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu drei Tonnen. In Neuseeland kommt es immer wieder vor, dass sich Wale an Strände verirren. Im Mai 2017 waren sechs

Killerwale gestrandet - nur einer konnte gerettet werden

.

Wale in Neuseeland gestrandet: Wurden sie angegriffen?

Die Walschutzorganisation Projekt Jonah äußerte die Vermutung, dass ein Leittier verletzt oder krank wurde, seinen Orientierungssinn verlor und die anderen ihm dann folgten. Möglicherweise seien die Wale aber auch in eine Strömung geraten oder von anderen Tieren angegriffen worden. Im Februar vergangenen Jahres waren sogar mehr als 300 Wale an Neuseelands Südinsel gestrandet.

dpa/tz

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