Vor Alten- und Pflegeheim

Notärztin von zwei Jugendlichen attackiert und schwer verletzt: Wird der Täter abgeschoben?

Rettungskräfte werden beim Eintreffen vor einem Pflegeheim von Jugendlichen angegriffen, dabei wird eine Notärztin schwer verletzt. Laut Joachim Herrmann wird nun eine möglichst rasche Abschiebung des verantwortlichen Flüchtlings geprüft.

Update 16.15 Uhr: Nach dem Angriff auf einen Notarztwagen im bayerischen Ottobrunn ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen worden. Nach der Tat vom Freitagabend werde eine möglichst rasche Abschiebung des 20-jährigen Flüchtlings aus Eritrea geprüft, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Wochenende in München. 

Erstmeldung:

Ottobrunn/München - In der 21.000-Einwohner-Gemeinde Ottobrunn vor den Toren Münchens ist es am Freitagabend zu einem folgenschweren Angriff auf Rettungskräfte gekommen, die eine Person in einem Alten- und Pflegeheim versorgen wollten. Das berichtet Merkur.de* am Samstag. Eines der beiden angegriffenen Opfer verlor dabei sogar mehrere Zähne. Was war passiert?

Ein 17- und ein 20-jähriger Flüchtling hatten zunächst im alkoholisierten Zustand zwei Frauen in einem Jugendhaus attackiert und hatten dann nach Verlassen des Gebäudes die eingetroffenen Rettungskräfte am nahe gelegenen Pflegeheim erspäht. Als das Rettungsfahrzeug anhielt, griff der 20-Jährige es an und warf aus rund eineinhalb Metern Entfernung eine volle Whiskey-Flasche durch die Seitenscheibe an der Beifahrerseite des Fahrzeuges. Die dort sitzende Notärztin wurde im Gesicht getroffen, sie erlitt einen Kieferbruch, ein Schädel-Hirn-Trauma, Schnittverletzungen im Gesicht und verlor mehrere Zähne. Der Rettungssanitäter, der das Fahrzeug fuhr, erlitt lediglich Schnittverletzungen durch die Splitter der Scheibe.

Während sich Rettungskräfte und nachgeforderte Notärzte um die Verletzten kümmerten, konnten die Täter einige hundert Meter entfernt von der Polizei gestellt und überwältigt werden. Der Werfer wurde festgenommen und sollte am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

fw/afp

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Philipp Schulze

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