Bistum lässt pädophile Priester weiterarbeiten

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Der Trierer Bischof und Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Ackermann

Hamburg - Der Trierer Bischof und Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Ackermann, entlässt trotz seiner „Null-Toleranz-Linie“ pädophile Priester nicht.

Kirchenmitarbeiter und Opfer hatten Ackermann am Wochenende dafür kritisiert, weiterhin Pädophile als Seelsorger zu beschäftigen. „Bischof Ackermann lässt ehemalige und potenzielle Täter weiter Seelsorger sein“, sagte Thomas Schnitzler von der Opferinitiative „MissBiT“ dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „In Trier wird Pseudo-Aufklärung betrieben, nichts weiter“, sagte seine Kollegin Claudia Adams.

Wie das Magazin berichtet, sollen mindestens sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer im Bistum im Einsatz sein, darunter ein Geistlicher, der als Lehrer in einem Internat sexuelle Beziehungen zu einem seiner Schüler unterhalten haben soll, und zwei wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilte Priester. Das Bistum will jedoch die genaue Zahl der Priester, die im „eingeschränkten Einsatz unter Auflagen“ tätig sind, derzeit nicht preisgeben.

In einer Stellungnahme ließ Ackermann am Sonntag mitteilen, die betroffenen Priester würden nicht in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt. „Es ist nur noch ein eingeschränkter Einsatz unter Auflagen möglich.“ Diese Regelung stünden im Einklang mit den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz. Ackermann argumentierte, vor allem „unter präventiven Gesichtspunkten“ bevorzugten Fachleute diese Form der Weiterbeschäftigung gegenüber einer Entlassung des Täters, die - je nach Schwere der Tat - allerdings nicht ausgeschlossen sei.

dapd

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