Ostdeutsche froh über Ende der DDR

Berlin - Rund 20 Jahre nach der Wiedervereinigung weint die große Mehrheit der Ostdeutschen der DDR laut einer Umfrage keine Träne mehr nach. Weniger gut finden sie das Ende des Solidarpaktes 2019.

Nach einer am Dienstag vorab veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Zeitschrift “Super Illu“ sind 75 Prozent der Menschen in den neuen Ländern trotz aller Probleme beim Aufbau Ost froh, im vereinten Deutschland zu leben.

13 Prozent sind allerdings enttäuscht und erklären: Die Mauer wäre besser nicht gefallen; die DDR mit ihrem Sozialismus war der bessere Staat. Im Auftrag von “Super Illu“ hatte das Institut für Marktforschung Leipzig 1002 Frauen und Männer in den neuen Bundesländern und Ostberlins befragt.

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68 Prozent der Befragten erklären, die neuen Bundesländer hätten sich gut entwickelt und der Aufbau Ost sei alles in allem erfolgreich. Jeder Vierte meint dagegen, die Lage Ostdeutschlands habe sich eher verschlechtert und der Aufbau Ost sei weitgehend gescheitert. 53 Prozent der Ostdeutschen geben an, das eigene Lebensniveau habe sich seit der Wiedervereinigung verbessert. Für 22 Prozent ist es im Vergleich zum Oktober 1990 gleich geblieben, während 16 Prozent von einer Verschlechterung sprechen.

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Das Auslaufen des Solidarpaktes 2019 sehen 57 Prozent der Ostdeutschen pessimistisch. Sie meinen, dass der Osten auch 2019 noch dem Westen weit hinterherhinken; werde und auf Finanzhilfe angewiesen sein. Lediglich 37 Prozent gegen davon aus, dass sich die Lebensverhältnisse in Ost und West bis 2019 weitgehend angleichen und die neuen Länder dann wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen.

dpa

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