Osterhasenfeindlich: Schützer rüffeln Bauern

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Der Bestand der Feldhasen ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen.

Stuttgart - Durch Gifte befreien Bauern ihre Felder und Wiesen von unerwünschtem Unkraut. Doch das schadet der Tierwelt. Denn wovon sollen sich sonst  unsere "Osterhasen" ernähren?

Als “osterhasenfeindlich“ haben Naturschützer die Politik des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg kritisiert. Hasen seien auf eine naturverträglichere Landwirtschaft mit Äckern und Wiesen angewiesen, auf denen es nicht nur um den maximalen Ertrag gehe, betonte der Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart. Dem Bauernverband warf der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann vor, gegen entsprechende Pläne der EU vorzugehen.

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“Hasen brauchen Äcker, auf denen auch Wildkräuter wachsen dürfen und keine Gifte alles Unerwünschte abtöten“, sagte Baumann laut Mitteilung. “Dass der Landesbauernverband Front macht gegen einen kleinen Anteil an solchen “ökologischen Vorrangflächen“ in unserer Agrarflur, ist für Hasen, Lerchen und Rebhühner fatal.“ Der Bestand des Feldhasen in Baden-Württemberg sei in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen und habe sich nach Einschätzung von Experten zuletzt auf niedrigem Niveau stabilisiert.

dpa

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