Paketbomben: Al-Kaida freut sich über Schaden

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Nach den misslungenen Anschlägen mit zwei Paketbomben verstärkt der Westen seine Sicherheitsmaßnahmen.

Washington - Die Terrororganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel feiert ihren misslungenen Anschlag mit zwei Paketbomben als Erfolg.

Die Operation, die gerade mal 4200 Dollar (knapp 3000 Euro) gekostet habe, zwinge den Westen zu Milliardenausgaben für neue Sicherheitsmaßnahmen, heißt es in einer Erklärung der im Jemen beheimateten Al-Kaida-Zellen. Die Erklärung in englischer Sprache wurde in der Nacht zum Sonntag von islamistischen Websites veröffentlicht. Die Terroristen stellen darin zufrieden fest, der durch die Paketbomben entstandene wirtschaftliche Schaden sei enorm.

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Die beiden im Oktober in Dubai und Großbritannien abgefangenen Paketbomben seinen Teil der “Operation Blutsturz“ gewesen. Diese Operation gehöre zu einer neuen “Strategie der 1000 Schnitte“. “Um Amerika in die Knie zu zwingen, müssen wir nicht groß zuschlagen“, beschrieb die Al-Kaida-Gruppe, der vor allem Jemeniten und Saudis angehören, ihre neue Strategie: “In einem Umfeld der Sicherheits-Phobie, die Amerika erfasst ... soll der Feind ausgeblutet werden“.

Gleichzeitig wiederholten die Terroristen ihre Behauptung, sie hätten den Absturz einer Frachtmaschine des UPS-Konzerns am 3. September in Dubai verursacht. Die Behörden des arabischen Emirates bestreiten bislang, dass der Absturz, bei dem der Pilot und der Co-Pilot ums Leben gekommen waren, durch eine Explosion an Bord ausgelöst worden war.

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Die Terroristen kündigten zudem an, sie wollten ihre Erfahrungen mit Sprengstoff, der schwer zu entdecken sei, auch an Terroristen in anderen Ländern weitergeben. Angesichts dieser Veröffentlichung, die auf den 2. November datiert ist, zeigte sich der Leiter des auf die Auswertung von Terroristen-Botschaften spezialisierten IntelCenters, Ben Venzke, beeindruckt. “Wir haben noch nie erlebt, dass eine Dschihadisten-Gruppe in der Al-Kaida-Welt jemals eine derart genaue Darstellung ihrer Philosophie, des Einsatzverlaufs, ihrer Absichten und der nächsten Schritte veröffentlicht“, sagte Venzke. Entsprechend halte er “weitere innovative und wechselnde Anschläge“ des jemenitischen Zweigs der Al-Kaida für wahrscheinlich.

Zu den Vordenkern der Al-Kaida im Jemen gehört der jemenitisch-amerikanische Terrorist Anwar al-Awlaki, dessen Tötung US-Präsident Barack Obama erlaubt hat.

dpa

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