Faible für Kopfbedeckungen

Papst Franziskus begeistert als Feuerwehrmann

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Steht ihm gut, der Feuerwehrhelm: Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz am vergangenen Mittwoch.

Rom - Plant er einen Berufswechsel oder hat er zu viel "Grisu, der kleine Drache" gesehen? Während einer Generalaudienz auf dem Petersplatz trug Papst Franziskus einen Feuerwehrhelm.

Wenn Papst Franziskus während seinen Generalaudienzen mit seinem Papamobil auf dem Petersplatz durch die Menschenmenge fährt, Hände schüttelt und seinen Segen verteilt, ist ihm Jubel gewiss. Am vergangenen Mittwoch freuten sich die Gläubigen aber noch ein wenig mehr als sonst, denn der gut aufgelegte Oberhirte der Katholiken hatte seinen üblichen Kopfschmuck vorübergehend abgelegt und trug einen Feuerwehrhelm auf dem gesalbten Haupt.

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Es gibt ja derzeit nicht wenige Brandherde, um die sich Franziskus kümmern muss. Als aktuellster sei nur der Skandal um die Kostenexplosion des Neubaus der Bischöflichen Residenz von Limburg genannt. Doch nicht die vermeintliche Prunksucht des Franz-Peter Tebartz-van Elst war der Grund für die unpäpstliche Verkleidung, sondern eine Gruppe freiwilliger Feuerwehleute aus Italien, die mit dem Heiligen Vater ins Gespräch gekommen waren. Der schwarze Helm mit den gelben Streifen hatte es dem Stellvertreter Gottes auf Erden angetan. "Soll ich den mal aufsetzen?", fragte er die Flammenkämpfer laut der Daily Mail. Natürlich sagten die "Ja!" - und klatschten Beifall, als der 76-Jährige für einen Augenblick einer der ihren wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass Franziskus

seinen Pileoulus, so nennt man die Kappe des Pontifex, gegen einen anderen Kopfschmuck tauscht. Im vergangenen Monat hatte der 76-Jährige bei seinem Besuch auf Sardinien den Helm eines arbeitslosen Bergarbeiters aufgesetzt.

Mit einem modischen weißen Panamahut eines Audienz-Teilnehmers hatte der Oberhirte im September seine Stirn bedeckt. Weniger freiwillig war die Begegnung des Heiligen Vaters jedoch am vergangenen Mittwoch mit einem anderen modischen Accessoire. Ein etwas zu begeisterter weiblicher Fan warf einen blauen Schal in Richtung des Santo Padre - und traf diesen damit mitten im Gesicht. Schrecksekunde für die Bodyguards, die es sowieso schon nicht leicht haben: Der Papst sucht bekanntermaßen eine größere Nähe zu seinen Anhängern als alle seine Vorgänger zusammen. Doch auch diesen Vorfall nahm Franziskus mit Humor.

hn

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