Polizei-Großeinsatz in Kopenhagen

Nach entsetzlicher Tat an Journalistin: U-Boot-Mörder Madsen bricht aus Gefängnis aus - Details zur Flucht

Peter Madsen wurde des Mordes an der Journalistin Kim Wall schuldig gesprochen, nun versuchte der U-Boot-Mörder zu fliehen. Er drohte offenbar sogar mit einer Bombe.

  • Der Mörder von Journalistin Kim Wall versuchte am Dienstagmorgen aus dem Gefängnis zu fliehen.
  • Peter Madsen zerstückelte sein Opfer, er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
  • Bei dem Polizeieinsatz in Kopenhagen stand auch der Verdacht einer Bombe im Raum.
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert. 

Update vom 20. Oktober, 16.45 Uhr: Der dänische Erfinder und verurteilte Mörder Peter Madsen hat sich nach Justizangaben mit Drohungen den Weg aus dem Gefängnis gebahnt. Er habe einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin
bedroht, sagte die Leiterin der Haftanstalt Herstedvester, Hanne Høegh Rasmussen, am Dienstag auf einer Pressekonferenz im dänischen Albertslund.

Physisch sei keiner der Angestellten verletzt worden, psychisch sei die Situation für die Betroffenen aber sehr belastend. Viel mehr könne sie noch nicht sagen - außer dass Madsen wieder in Gewahrsam genommen worden sei. Um welche Mitarbeiterin oder welchen Mitarbeiter der Anstalt es sich konkret handelte, ließ Høegh Rasmussen offen. Die dänische
Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“ berichtete, Madsen habe eine Psychologin mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht.

Von solch einem Gegenstand sprach auch Polizeiermittler Mogens Lauridsen. Die Polizei glaube nicht, dass es sich um eine echte Waffe gehandelt habe. Madsen habe auch etwas am Körper getragen, das einem Bombengürtel geähnelt habe. Es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass dieser wirklich Sprengstoff enthalten habe. Madsen sei gefasst worden, als er in einen weißen Lieferwagen habe springen wollen. Es deute nichts darauf hin, dass der Fahrer den Ausbrecher gekannt habe. Glücklicherweise sei Madsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum auf freiem Fuß gewesen: Um 10.21 Uhr habe die Haftanstalt den Ausbruch gemeldet, um 10.26 Uhr sei er gestoppt worden.

Kopenhagen: Peter Madsen zunächst auf der Flucht - Dann erfolgte der Zugriff der Polizei

Update vom 20. Oktober, 16.10 Uhr: Hatte der wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilte Peter Madsen tatsächlich eine Waffe? Wie dänische Medien übereinstimmend berichten, soll der verurteilte Mörder bei seiner Flucht zunächst eine Geisel mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht haben. Bei der Geisel soll es sich demnach um eine Polizeipsychologin gehandelt haben. Auf seiner Flucht soll Madsen zunächst mit einem weißen Lieferwagen unterwegs gewesen sein. Das berichten dänische Medien unter Berufung auf einen Augenzeugen. Dabei soll Madsen der Polizei dann gedroht haben, eine Bombe zu zünden. Gegen Mittag erfolgte dann der Zugriff, der verurteilte Mörder konnte von Einsatzkräften überwältigt werden.

Kopenhagen/Dänemark: U-Boot-Mörder Madsen flieht aus Gefängnis - nun ist bekannt, wie

Update vom 20. Oktober, 14.30 Uhr: Nun gibt es weitere Details zur Flucht von Peter Madsen. Dänische Medien berichten, dass sich der U-Boot-Mörder den Weg aus dem Gefängnis mithilfe einer Geisel erzwungen habe. Demnach soll der Mörder von Kim Wall seine Psychologin in seiner Gewalt gehabt haben, er drohte offenbar, sie zu erschießen. Um die Gefahr für die Frau zu minimieren, hätten Angestellte dann das Gefängnistor geöffnet. Kurz darauf suchten Einsatzkräfte nach Madsen, das Gelände wurde weitläufig abgesperrt. Rund drei Stunden verschanzte sich Madsen an einer Straße, dann erfolgte der Zugriff. Ob der Mann, der die Journalistin Kim Wall in einem U-Boot getötet hatte, tatsächlich bewaffnet war, ist noch nicht bekannt.

Update vom 20. Oktober, 13.25 Uhr: Wie dänische Medien nun übereinstimmend berichten, soll es sich bei dem festgenommenen Mann um Peter Madsen handeln. Der genaue Vorfall werde nun untersucht.

Kopenhagen/Dänemark: Peter Madsen aus Gefängnis ausgebrochen - Mörder drohte mit Bombe

Update vom 20. Oktober, 13.20 Uhr: Wie die dänische Polizei nun berichtet, handelt es sich bei dem Mann, der aus dem Gefängnis geflohen war, tatsächlich um Peter Madsen. Er sei mittlerweile jedoch an der Flucht gehindert worden. Ob Madsen noch immer im Freien festgesetzt sei, oder ob der Mörder der Journalistin Kim Wall mittlerweile festgenommen wurde, ist noch nicht bekannt.

Update vom 20. Oktober, 13 Uhr: Wie „Ekstra Bladet“ nun berichtet, äußerte offenbar auch Bent Isager-Nielsen, der ehemalige Leiter des nationalen Mordkommandos, die Befürchtung, dass Madsen tatsächlich eine Bombe zünden könnte. Dies begründet der Experte mit der Beobachtung, dass neben den beiden Einsatzkräften auch ein Hund zum Einsatz kommt. Dieser soll auf Sprengstoff spezialisiert sein. Isager-Nielsen könnte sich demnach vorstellen, dass Madsen Forderungen durchsetzen wolle. Noch immer ist unklar, ob es sich bei der festgenommenen Person tatsächlich um Peter Madsen handelt oder ob der Einsatz aktuell noch läuft.

Peter Madsen wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Kopenhagen/Dänemark: Peter Madsen auf der Flucht - Andere Häftlinge werden ebenfalls durchsucht

Update vom 20. Oktober, 12.40 Uhr: Die Polizei twitterte nun, dass ein Mann bei dem Einsatz mittlerweile festgenommen worden sei. Ob es sich bei der Person um Madsen handelt, ist nicht bekannt. Wie das dänische Blatt weiter berichtet, sollen aktuell alle Häftlinge in dem nahe gelegenen Gefängnis durchsucht werden.

Update vom 20. Oktober, 12.30 Uhr. Wie das dänische Blatt „Ekstra Bladet“ weiter berichtet, sitze Madsen aktuell noch immer auf dem Grünstreifen, rund 400 bis 500 Meter vom Gefängnis entfernt. Der Einsatzort sei weiträumig abgesperrt. Auf den Videos der Zeitung deutlich zu sehen: der verurteilte Mörder trägt tatsächlich einen gürtelartigen Gegenstand um den Bauch. Er soll demnach damit drohen, bei einem Zugriff der Polizei eine Bombe zu zünden.

Das Verbrechen an der Journalistin Kim Wall schockierte, erst vor wenigen Monaten hatte Madsen den Mord gestanden.

Kopenhagen: U-Boot-Mörder Madsen flieht aus Gefängnis - Großeinsatz läuft

Ursprungsmeldung vom 20. Oktober 2020, 12 Uhr: Kopenhagen - Das Verbrechen an der Journalistin Kim Wall sorgte weltweit für Entsetzen, nun versuchte der wegen ihrer Ermordung zu lebenslanger Haft verurteilte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen aus dem Gefängnis zu fliehen. Wie die dänische Zeitung „Ekstra Bladet“ berichtet, sei es am Dienstag aus diesem Grund zu einem Großeinsatz der Polizei in Kopenhagen gekommen.

Peter Madsen: Mörder von Kim Wall flieht aus Gefängnis in Kopenhagen - Polizei-Großeinsatz

Auf der Homepage der Zeitung ist ein kurzes Video des Mörders zu sehen. Madsen sitzt dabei neben einer Straße in einer Grünanlage, von Einsatzkräften umgeben. Wie das Blatt weiter berichtet, soll der Einsatz aktuell noch laufen, auch Experten zum Entschärfen einer Bombe seien vor Ort. Es sei unklar, ob Madsen tatsächlich bewaffnet sein könnte. Demnach soll er aus dem Gefängnis entkommen sein, indem er mit einer Bombe gedroht hatte. Das Blatt will auch eine Art Gürtel am Körper des Mörders entdeckt haben. Diese Informationen sind bislang jedoch unbestätigt.

Rubriklistenbild: © Nils Meilvang / Ritzau Scanpix / AFP

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