Polizist fordert Bier statt Strafzettel

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Wiener Polizist hat sich einen Scherz erlaubt und keinen Strafzettel ausgestellt. Dafür wurde er verurteilt.

Wien - Weil ein Polizist statt eines Strafzettels einen Zettel mit der Forderung nach einer Kiste Bier an die Windschutzscheibe eines Autos klemmte, ist er verurteilt worden. Die ganze Geschichte:

Ein 28-jähriger Polizist war im April in der Wiener Innenstadt auf der Suche nach Falschparkern. Dabei entdeckte er laut eines Berichts auf www.orf.at ein Auto, das teilweise in einen Kreuzungsbereich hinein ragte. Als er sich das Fahrzeug näher ansah, bemerkte er einen Polizeiwimpel am Rückspiegel des Wagens.

Der Streifenpolizist vermutete einen Kollegen als Verkehrssünder. Statt einen Strafzettel auszustellen, klemmte der nachsichtige Streifenpolizist nur einen Zettel an die Windschutzscheibe, auf dem stand: "Kostet eine Kiste Bier". Was er nicht wusste, bei dem Falschparker handelte es sich nicht um einen Kollegen.

Verrückte Park-Unfälle

Verrückte Park-Unfälle 

Der Parksünder folgte der Aufforderung auf dem Zettel und brachte noch am gleichen Tag eine Kiste Bier auf die Polizeiwache. Der Vorgesetzte des Streifenpolizisten nahm das Bier an und meldete den Vorfall.

Der nachsichtige Polizist stand nun vor Gericht. Das sei alles nur ein "Scherz" gewesen, verteidigte er sich. Weil es sich nur um ein geringfügiges Vergehen handelte, wollte der Polizist seinen vermeintlichen Kollegen schonen.

Dieser Scherz kommt den Polizisten aber teuer zu stehen. Er muss eine Strafe von 7200 Euro zahlen. Disziplinarische Konsequenzen stehen noch nicht fest, sondern werden in einem gesonderten Verfahren behandelt.

ja

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