In der Nähe von Lissabon

„Völlig außer sich“: Geiselnehmer in Portugal getötet - Mutmaßlicher Täter laut Medienberichten deutscher Tourist

Polizisten sperren den Tatort in Algés ab.
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Polizisten sperren den Tatort in Algés ab.

In Algés nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist am Donnerstag ein Geiselnehmer von der Polizei getötet worden. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um einen Deutschen.

Algés - Die Polizei hat in Portugal einen Geiselnehmer erschossen, der nach übereinstimmenden Medienberichten Deutscher war. Der Mann sei in den frühen Morgenstunden in Algés rund zehn Kilometer westlich von Lissabon tödlich getroffen worden, nachdem „mehrere Versuche, ihn zur Aufgabe zu überreden, gescheitert“ seien, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ob es sich bei dem Getöteten tatsächlich um einen Deutschen handelte, wollte die Polizei auf Anfrage bis zum Abend weder bestätigen noch dementieren.

Der mit zwei Messern bewaffnete, „sehr große und starke Mann“ habe eine Geisel schwer und einen Polizeibeamten leichter verletzt, hieß es in der Mitteilung. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

Geiselnehmer in Portugal getötet: Medienberichten zufolge handelt es sich um einen deutschen Touristen

Wie der TV-Sender CNN Portugal berichtet, soll der Mann gegen 5 Uhr morgens angetrunken in ein Haus eines Landsmannes eingebrochen sein. Nach Eintreffen der alarmierten Beamten habe der Mann mindestens eine Person als Geisel genommen. Ein Sondereinsatzkommando sowie geschulte Verhandler wurde hinzugezogen, der Mann zeigte sich aber weiter „unkooperativ“, die Polizei feuerte Warnschüsse ab. Der mutmaßliche Geiselnehmer ging laut dem Bericht daraufhin auf die Polizisten zu, diese schossen dem Mann mehrmals in die unteren Gliedmaßen und den Unterleib. Dabei wurde der deutsche Verdächtige tödlich getroffen und starb noch vor Ort. Auch Pfefferspray soll zum Einsatz gekommen sein.

Laut Polizei soll der mutmaßliche Geiselnehmer „völlig außer sich“ gewesen sein. „Unglücklicherweise ist er trotz der ersten Hilfe, die ihm sofort geleistet wurde, an den erlittenen Verletzungen gestorben“, teilte die Polizei mit. Die Behörde bedauere „den Tod des Angreifers“ und habe interne Ermittlungen eingeleitet, hieß es. Der Vorfall werde nun von der Generalinspektion der internen Verwaltung untersucht. Weitere Details zum Vorfall veröffentlichten die Behörden bis Donnerstagabend nicht. (dpa/fmü)

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