Rabiater Umgang in Kita

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Amtsgericht Altenburg: Der Prozess um rabiate Praktiken in einem Altenburger Kindergarten geht auf die Zielgerade. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Altenburg (dpa) - Von den umstrittenen Praktiken in einem Altenburger Kindergarten sind laut einem Gutachter keine eindeutigen körperlichen oder seelischen Schäden für die Kinder nachzuweisen.

Viele Symptome wie Schlafstörungen oder unruhiges Verhalten, von denen die Eltern berichtet hatten, seien in dem Alter nicht ungewöhnlich, erklärte der Kinder- und Jugendpsychiater Bernhard Blanz am Montag im Prozess vor dem Amtsgericht Altenburg.

Aus den Schilderungen sei nicht zu erkennen, dass die Kinder das Einwickeln beim Einschlafen negativ empfunden hätten. Insgesamt sah er keine konkrete Gefahr für die weitere körperliche und seelische Entwicklung der Kinder durch diese Behandlung.

Angeklagt sind vier Erzieherinnen, die unruhige Krippenkinder zum Einschlafen fest in Decken geschnürt haben sollen. Auch soll Kindern unter Zwang Essen eingeflößt worden sein - in einigen Fällen hatten sich die Kinder dabei erbrochen.

Die Anklage spricht von insgesamt 58 Fällen, der Vorwurf lautet unter anderem auf vorsätzliche Körperverletzung und Nötigung. Ob am Montag noch ein Urteil gesprochen wird, blieb vorerst unklar.

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