Ermittlungen in Rheine

Wollte er seine Nachbarn töten? Mieter wegen Brandstiftung festgenommen – Mordermittlung eingeleitet

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rheine wurde einer der Mieter verhaftet. (Symbolbild)
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Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rheine wurde einer der Mieter verhaftet. (Symbolbild)

Wegen Brandstiftung wurde kürzlich ein Mann festgenommen: Der 47-Jährige steht im Verdacht, seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus angezündet zu haben. Er selbst und vier weitere Personen wurden durch die Flammen zum Teil schwer verletzt.

  • In einem Mehrfamilienhaus brach ein Feuer aus
  • Fünf Personen wurden verletzt
  • Ein Bewohner sitzt in Untersuchungshaft

Rheine – Nachdem am vergangenen Samstag (28. Dezember) in einem Wohnhaus an der Memeler Straße in Rheine ein Feuer ausgebrochen war, gab die ermittelnde Staatsanwaltschaft nun weitere Details zu dem Vorfall bekannt. So wurde nun ein 47-jähriger Bewohner festgenommen. Der Mann steht im Tatverdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben.

Rheine: Verdacht auf Brandstiftung durch Gutachter bestätigt

Der Brand war um 0.14 Uhr in dem Mehrfamilienhaus in Rheine ausgebrochen. Die eingetroffene Feuerwehr konnte in einer der Wohnungen eine starke Rauchentwicklung feststellen. Nachdem die Flammen bekämpft erfolgreich worden waren, wurde der Brandort in Rheine durch die Polizei beschlagnahmt, zudem wurde eine Mordkommission eingerichtet, wie msl24.de* berichtet.

Bei der Begutachtung der Wohnung in Rheine gab es bereits erste Hinweise auf eine Straftat: "Die ersten Ermittlungen deuteten darauf hin, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Dieses wurde durch einen hinzugezogenen Brandsachverständigen bestätigt", berichtet der Leiter der Mordkommission, Kriminaloberkommissar Michael Reitz, in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft sowie der Polizei in Münster und Steinfurt.

Nach Feuer in Rheine: Bewohner wegen Brandstiftung festgenommen

Noch in der Nacht des Brandes wurde der 47-jährige Mieter der Wohnung in Rheine festgenommen. "Wir ermitteln wegen versuchten Mordes und schwererer Brandstiftung. Einigen Bewohnern war der Fluchtweg durch die Flammen versperrt und sie mussten von der Feuerwehr gerettet werden", berichtet Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape in der Presseerklärung.

Der 47-Jährige hatte bei dem Feuer in Rheine leichte Verletzungen erlitten, ebenso zwei 25-jährige Bewohner. Zwei weitere Personen im Alter von 47 und 13 Jahren wurden bei dem Brand schwer verletzt. In einer anderen Stadt in der Region ist es möglicherweise zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: An Neujahr ereignete sich in einem Wohnhaus in Ibbenbüren eine Explosion, wie msl24.de* berichtet. Vermutlich ist auch in diesem Fall einer der Bewohner verantwortlich, weshalb auch hier eine Mordkommission eingerichtet wurde.

Rheine: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Der Verdächtige aus Rheine wurde derweil am Sonntag (29. Dezember) dem Haftrichter vorgeführt. "Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl und ordnete die sofortige Untersuchungshaft an", heißt es in einer weiteren Presseerklärung. Derweil laufen die Ermittlungen weiter: "Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen und der 47-Jährige hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert", schildert Oberstaatsanwalt Lechtape.

Auch in einem weiteren Fall wurde kürzlich eine Mordkommission eingerichtet: In Borken wurde an Neujahr eine Frau in ihrer Wohnung erstochen, wie msl24.de* berichtet. Im Verdacht steht ihr Exfreund, der die 52-jährige nach einem Streit getötet haben soll. Die 6-jährige Tochter des ehemaligen Paares war zur Tatzeit in der Wohnung ihrer Mutter.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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