Über Mount Everest

Rollstuhlfahrer absolviert Fallschirmsprung

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Marc Kopp während eines Interviews vor seinem Fallschirmsprung

Paris - Marc Kopp hat sich einen großen Traum erfüllt und ist mit einem Fallschirm über dem Mount Everest abgesprungen. Das Besondere: Kopp leidet an Multipler Sklerose und sitzt im Rollstuhl.

Einem 55-jährigen Franzosen ist trotz schwerer Behinderung ein Fallschirmsprung über dem Mount Everest geglückt. Der an Multipler Sklerose erkrankte Marc Kopp sprang am Sonntag über dem höchsten Berg der Erde in 10.000 Meter Höhe im Tandem mit einem Fallschirmprofi aus einem Hubschrauber und landete sicher. "Ich bin sehr glücklich, erschöpft, aber sehr glücklich", sagte Kopp im Anschluss der Nachrichtenagentur AFP.

Kopp leidet seit etwa zehn Jahren an der degenerativen Nervenkrankheit, die zum Verlust der motorischen Fähigkeiten führt. "Ich hoffe meine Aktion inspiriert andere Menschen, die mit dieser Krankheit leben müssen", sagte Kopp, der nach seiner Landung vorsichtshalber im Krankenhaus untersucht wurde. Möglich wurde der Tandemsprung mit dem befreundeten Fallschirmprofi Mario Gervasi, weil Freunde und Spender 26.000 Euro zusammengebracht hatten.

Um den Helikopter-Startplatz nahe des Berges im Himalaja-Gebirge zu erreichen, war der auf einen Rollstuhl angewiesene Kopp trotz großer Schmerzen tagelang mit dem Pferd unterwegs. "Es gab zuletzt viele Tage, an denen ich nicht mehr geglaubt habe, dass ich mir diesen Traum erfüllen kann", sagte Kopp.

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AFP

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