Anstalten und Verlage müssen blechen

Fluchen im TV soll teuer werden

Moskau - Für Flüche und Schimpfwörter in Fernsehen, Zeitungen und Radio sollen in Russland künftig Geldstrafen bis zu umgerechnet 5000 Euro fällig werden.

Bezahlen müssen laut einem Gesetzentwurf der Kremlpartei Geeintes Russland nicht nur Verlage, Sender und Journalisten, sondern auch Interviewpartner, wie die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" am Samstag berichtete.

Die Gesellschaft müsse vor dem "unmoralischen Informationssystem" beschützt werden, begründeten die Initiatoren den Entwurf. Sie betonten, dass auch Internet-Publikationen betroffen seien. Kritiker warnten hingegen, der Kreml könne das Gesetz für die Zensur regierungskritischer Sendungen und Artikel missbrauchen.

Eine Liste der beanstandeten Schimpfwörter fügten die Parlamentarier nicht bei - Experten sollen jeden Fall einzeln beurteilen. Für das Dokument stimmten am Vortag in der Staatsduma in der entscheidenden zweiten Lesung 388 von 444 anwesenden Abgeordneten. Das Gesetz muss noch von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnet werden, damit es in Kraft tritt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus
Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis
Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis
Volksfest-Randale und sexuelle Übergriffe in Schwaben
Volksfest-Randale und sexuelle Übergriffe in Schwaben

Kommentare