Tatverdächtiger gefasst

Tödliche Schüsse auf US-Campus: Er soll seine Eltern getötet haben

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James Davis (l.) wird verdächtigt, seine Eltern auf dem Campus erschossen zu haben.

Schon wieder ein tödlicher Zwischenfall mit Schusswaffen in den USA: An einer Uni in Michigan starben zwei Menschen. Nun ist klar, in welchem Verhältnis der Tatverdächtige und seine Opfer standen.

Update 3. März, 8.40 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf seine Eltern auf einem Universitäts-Campus im US-Bundesstaat Michigan ist der mutmaßliche Schütze festgenommen worden. Der 19-jährige Student James Eric Davis befinde sich seit Samstagfrüh in Gewahrsam, teilte die Polizei mit. Nach Universitätsangaben entdeckte ein Zugpassagier kurz nach Mitternacht den Flüchtigen und alarmierte die Polizei.

Mount Pleasant - Zwei Wochen nach dem Schulmassaker in Florida sind erneut an einer US-Bildungsstätte tödliche Schüsse gefallen. Ein 19-jähriger Student erschoss am Freitag auf dem Campus einer Universität im Bundesstaat Michigan seine Eltern und floh, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei ordnete sofort die Sperrung der Hochschule an, Studenten mussten stundenlang in ihren abgeschlossenen Seminarräumen ausharren, ehe Beamte sie ins Freie geleiteten.

Die Tat hatte offenbar familiäre Hintergründe. Ein Sprecher der Universitätspolizei sprach von einem "häuslichen" Streit in einem Wohnbereich des Geländes der Central Michigan University in der Stadt Mount Pleasant. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei konnte den Täter zunächst nicht fassen.

Nach den Schüssen ordnete die Polizei am Morgen gegen 08.30 Uhr (Ortszeit; 14.30 Uhr MEZ) die Sperrung des gesamten Campus an. Alle anwesenden Studenten und Lehrenden mussten sich in ihren Unterrichtsräumen verbarrikadieren, während die Polizei mit Hubschraubern und Spürhunden das Gelände absuchte. Erst nach mehr als sieben Stunden durften sie wieder ins Freie. Auch die Anwohner außerhalb des Campus wurden angewiesen, in ihren Häusern Schutz zu suchen.

Tatverdächtiger ist Polizeibekannt

Der Tatverdächtige James Eric Davis war polizeibekannt. Der 19-Jährige war den Angaben zufolge in der Nacht vor der Tat mit einem Drogenproblem - einer Überdosis oder einer körperlichen Reaktion auf Rauschgifteinnahme - von der Polizei ins Krankenhaus gebracht worden. Von dort wurde er einige Stunden später entlassen. Seine Eltern stammten aus der Nähe von Chicago, sein Vater war Polizist. Offenbar waren sie auf dem Campus zu Besuch.

In den USA gibt es immer wieder Zwischenfälle mit Schusswaffen an Schulen und Hochschulen. Zuletzt hatte ein Blutbad am Valentinstag an einer Oberschule in Florida für Entsetzen gesorgt. Der 19-jährige Täter, ein ehemaliger Schüler der High School in Parkland, erschoss 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr. Nach der Tat wurden die Forderungen nach einer Änderung der laxen US-Waffengesetze lauter.

afp

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