Großeinsatz in Altenbeken

Facebook-Party außer Kontrolle - Polizei muss Pfefferspray einsetzen 

Eine Facebook-Party ist in Nordrhein-Westfalen völlig eskaliert. 800 Leute trafen sich in Altenbeken bei Paderborn zu einer Geburtstagsfeier. Doch dann kippte die Stimmung. 

Altenbeken - Während der Geburtstagsfeier mit insgesamt etwa 800 Gästen in Altenbeken bei Paderborn kam es zu einer Schlägerei, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei der Auseinandersetzung von mindestens 15 bis 20 Beteiligten in der Nacht zu Sonntag seien mehrere Menschen leicht verletzt worden. Ein 27-Jähriger wurde wegen einer Kopfplatzwunde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Großeinsatz der Polizei

Die Beamten rückten mit einem Großangebot an und setzten Pfefferspray ein. Vier junge Männer im Alter zwischen 17 und 23 Jahren wurden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung festgenommen.

Auslöser für die Schlägerei war ein Fan-Schal

In einer ehemaligen Diskothek habe ein 29-Jähriger die Party veranstaltet und dazu öffentlich über Facebook eingeladen. Unter den Hunderten Besuchern seien auch Fans verschiedener Fußballvereine gewesen. Auslöser für die Schlägerei soll das Klauen eines Fan-Schals gewesen sein. Bei der Auseinandersetzung seien auch Stühle und Tische geworfen worden.

Facebook-Party in München eskaliert

Hunderte junge Leute trafen sich am Samstagabend im Englischen Garten (München). Die Situation geriet völlig aber außer Kontrolle, wie tz.de* berichtet.

Die größten Facebook-Partys

2000 Menschen "feierten" in München im Dezember 2011 das neue Alkoholverbot in der S-Bahn. 50 Wagen nahmen Schaden. Es ist nicht die erste eskalierte Facebook-Party. © dpa
Hamburg, 1000 Menschen, September 2011: Deutlich gesitteter als in München verlief das Saufgelage in der Hamburger U-Bahn. Bis auf wenige Sachbeschädigungen blieb es ruhig. © dpa
Hamburg-Bramfeld, 1600 Menschen, Juni 2011: Die Geburtstagsfeier der 16-jährigen Thessa eskalierte – sie hatte die Privatfeier versehentlich auf Facebook veröffentlicht. Ein kompletter Straßenzug wurde verwüstet – 50 000 Euro Sachschaden. © dpa
Wuppertal, 800 Menschen, Juni 2011: Als die Polizei das Alter der Partygäste kontrollierte, eskalierte die Feier: Flaschen und Feuerwerkskörper flogen. Bilanz: 16 Verletzte, drei Festnahmen. © dpa
München, 700 Menschen, Mai 2011: Eigentlich sollten nur 30 Freunde kommen, bei der Party im Englischen Garten wurden es mehr als das 20-fache. Wegen Ruhestörung machte die Polizei dem Treiben ein Ende. © Symbolfoto: dpa
Sylt, 4500 Menschen, ­Juni 2009: Sie kamen zur spontanen Riesen-Strandparty, feierten und tranken. Ein sternhagelvoller Randalierer musste festgenommen werden. © Symbolfoto: dpa
Heusweiler, 2000 Menschen, Juli 2011: Die Privatparty eines 16-Jährigen im Saarland wurde zum Massenauflauf. Größere Gruppen zogen randalierend durchs Wohngebiet. Folge: mehrere Festnahmen und ein Gesamtschaden von 50 000 Euro. © Symbolfoto: AP
Cuxhaven, 400 Menschen, September 2011: Ein falsch gesetztes Häkchen auf Facebook – und die Party einer Schülerin kulminierte – Sachbeschädigungen und eine Festnahme. © Symbolfoto: dpa
Lörrach, 500 Menschen, Juni 2011: Per Facebook wurde zur Freiluft-Techno-Party in Lörrach (Baden-Württemberg) aufgerufen. Die Gäste verhielten sich friedlich, beschallten aber die ganze Stadt. © Symbolfoto: dpa
Hohenbrunn, 300 Menschen, November 2010: Hanna (18) hatte eigentlich nur mit ein paar Freunden gerechnet und ließ die ungebetenen Gäste nicht ins Haus. Die versuchten daraufhin, die Tür einzudrücken. Die Polizei machte dem Spuk ein Ende. © Symbolfoto: dpa
Hasenloh (Nähe Hamburg), 3500 Zusagen, 0 Gäste, August 2011: Ausgerechnet die Facebook-kritische CDU lud über das soziale Netzwerk zum Sommerfest. Das fanden mehr als 3500 Nutzer so lustig, dass sie prompt zusagten. Der CDU war das nicht geheuer, sie sagte die Feier ab. © Symbolfoto: dpa

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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