Schwacher Trost: 160 Jahre nach Hinrichtung begnadigt

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160 Jahre nach seiner Hinrichtung ist John Gordon begnadigt worden.

Providence - Mehr als 160 Jahre nach der Hinrichtung eines irischen Einwanderers in Rhode Island begnadigt der US-Staat den Mann. Historiker sind zur den Ansicht gekommen, dass der Prozess fehlerhaft war.

John Gordon wurde 1845 gehängt, weil er den Bruder eines Senators getötet haben soll. Seither wurde niemand mehr in Rhode Island hingerichtet. Juristen und Historiker sind inzwischen zu der Ansicht gelangt, dass der Prozess gegen Gordon fehlerbehaftet war. Der Ire sei aufgrund von Indizien verurteilt worden, außerdem habe das Verfahren im Zeichen weitverbreiteter Vorurteile gegenüber irischen Katholiken gestanden. Das Parlament von Rhode Island erließ deshalb ein Gesetz, mit dem Gouverneur Lincoln Chafee aufgefordert wurde, Gordon zu begnadigen. Eine entsprechende Proklamation wollte Chafee am Mittwoch im Old State House der Hauptstadt Providence unterzeichnen, wo Gordons Prozess stattfand.

dapd

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