Gäste blieben weg

Schwulenfeindliche Pensionsbesitzer geben auf

London - Das Betreiber-Ehepaar einer britischen Pension, das keine Zimmer an homosexuelle Paare vermieten wollte, verkauft nach juristischen Niederlagen und persönlichen Anfeindungen sein Haus.

Ihnen bleibe keine andere Wahl, sagten Hazelmary und Peter Bull laut der Zeitung „Daily Mail“ (Onlineausgabe Donnerstag). Die Besitzer der Pension in Marazion im äußersten Südwesten Englands waren 2011 wegen Diskriminierung zu umgerechnet 4.300 Euro Entschädigung verurteilt worden. Zu ihrer Verteidigung hatten sie angegeben, Doppelzimmer generell nur an Verheiratete zu vergeben. Dabei beriefen sie sich auf ihre christliche Überzeugung. Nach ihrem landesweit bekanntgewordenen Rechtsstreit mit einem gleichgeschlechtlichen Paar hätten sie Beleidigungen und sogar Todesdrohungen erhalten. Zuletzt seien die Gäste ausgeblieben.

Im März hatten Medien berichtet, die Bulls wollten ihr Haus in ein christliches Erholungszentrum umwandeln. Damit seien alle Gäste gebunden, sich an die schriftlich fixierten Übernachtungsbedingungen der Betreiber zu halten. Zudem hieß es, die beiden wollten den Obersten Gerichtshof gegen ihre Verurteilung anrufen. Die Verhandlung sollte am 9. Oktober stattfinden.

kna

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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