Sadistischer Vergewaltiger: Nach Haft in Sicherungsverwahrung

Wuppertal - Das Landgericht Wuppertal hat gegen einen sadistischen Vergewaltiger 13 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung verhängt. Es ist unvorstellbar, was der Mann seinem Opfer angetan hat.

Der bereits einschlägig vorbestrafte 53-Jährige hatte seine Frau in Solingen gefesselt, geknebelt und mit Stromstößen gefoltert. Eine derart brutale Tat habe die Kammer noch nicht erlebt, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Das Gericht verurteilte den Mann am Montag wegen Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung.

Die 22 Jahre jüngere Frau habe Todesangst gehabt und werde lebenslang geschädigt sein. Der psychiatrische Gutachter hatte den Mann als gefährlichen “sexuellen Sadisten“ eingestuft. Beim Angeklagten waren auch Kinderpornos und Vergewaltigungs-Videos entdeckt worden.

Zweimal hatte der Angeklagte die bereits von ihm getrennt lebende Frau in seine Wohnung gelockt und sich dort stundenlang brutal an ihr vergangen. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft gefordert, der Verteidiger Freispruch, weil das Opfer unglaubwürdig sei.

Bei den Taten im Oktober 2009 und im Februar 2010 soll der Mann der Frau auch damit gedroht haben, sie umzubringen oder zu verstümmeln. Er war bereits in den 80er Jahren wegen Vergewaltigung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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