"Sklavenverhältnisse" im Lebensmittelhandel

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Die Gewerkschaft ver.di prangert Missstände im Lebensmittelhandel an.

Mainz - Die Gewerkschaft ver.di klagt über Sklavenverhältnisse im Lebensmittelhandel. Rewe, Netto und Edeka hätten Verträge für ihre Logistikzentren mit einer Fremdfirma, die Lohndumping betreibt.

Das berichtet das ARD-Politikmagazins “Report Mainz“. Die Unternehmen arbeiteten auf Basis von sogenannten Werkverträgen mit einem Personaldienstleister aus Bayern, der Firma “headway logistic“, zusammen, berichtete das Magazin am Montag.

Dieser zahle seinen Mitarbeitern, die in den Lagern eingesetzt sind, fast ausschließlich Akkordlohn. So habe ein Mitarbeiter von “headway logistic“ berichtet, er habe in einem Monat nur knapp 380 Euro verdient, obwohl er voll gearbeitet habe.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Margret Mönig-Raane, sprach gegenüber dem Magazin “Sklavenverhältnissen“ und forderte Rewe, Netto und Edeka auf, die Zusammenarbeit mit “headway logistic“ zu beenden. Auf Anfrage von “Report Mainz“ hätten Netto und Rewe bestätigt, dass sie Verträge mit der Firma abgeschlossen haben.

Die Unternehmen hätten in getrennten Stellungnahmen mitgeteilt, man lasse sich von Fremdfirmen zusichern, dass die in ihren Logistikzentren tätigen Arbeiter tariforientiert, beziehungsweise branchenüblich bezahlt würden. So habe etwa Netto angegeben, man lasse sich eine Verpflichtungserklärung durch die externen Dienstleister unterschreiben.

dapd

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