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Inzidenz von 0,0: Zwei Städte in Bayern coronafrei - Holetschek mit wichtiger Ankündigung

Gesundheitsminister Holetschek (CSU) kündigte Hilfe Corona-Spätfolgen-Patienten an. Derweil sind die Inzidenz-Zahlen weiter im Sinkflug. die News im Ticker.

  • Markus Söders Kabinett analysierte am Dienstag (15. Juni, 10 Uhr) in einer Sitzung die Corona*-Lage.
  • Gesundheitsminister Holetschek (CSU) versprach Patienten mit Corona-Spätfolgen spezielle Versorgungsstrukturen. (Siehe Update vom 16. Juni, 19.41 Uhr)
  • Dieser Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 17. Juni, 6.30 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter - und das rapide. Meldete das Robert-Koch-Institut* am Mittwoch einen Wert von 15,6, liegt der Wert am Donnerstag offiziell bei 13,5 und somit leicht über der bundesweiten Inzidenz von 11,6. Deutschlands Corona*-Hotspot ist und bleibt die Stadt Schweinfurt, doch auch sie verzeichnet einen erheblichen Inzidenz-Sinkflug von 84,2 auf 56,2. Der Landkreis Lindau, deutschlandweit auf Platz drei, liegt bei 48,8 (Vortag: 58,6). Die niedrigsten Werte in Bayern weisen Bayreuth und Straubing auf. Hier liegt in beiden Städten die Inzidenz bei 0. Auch in der Landeshauptstadt München ist wieder ein Abwärtstrend zu verzeichnen. Hier sank die Inzidenz von 15,3 auf 14,4.

Corona in Bayern: Versorgung für Patienten mit Spätfolgen soll aufgebaut werden - „Dürfen sie nicht alleine lassen“

Update vom 16. Juni, 19.41 Uhr: Für Patienten mit Corona-Spätfolgen sollen in Bayern spezielle Versorgungsstrukturen aufgebaut werden. „Wir wollen möglichst schnell den Menschen helfen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend in München. Derzeit werde ein Aktionsplan erarbeitet, der praktische Projekte wie Beratungsstellen, aber auch medizinische Therapieansätze, die Möglichkeiten der Telemedizin oder die Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung zusammenführen soll.

„Wir werden in verschiedenen Bereichen Geld in die Hand nehmen“, kündigte Holetschek an. Auch der Bund kümmere sich verstärkt um die Problematik von Spät- und Langzeitfolgen einer Corona-Infektion. „Aber wir werden in Bayern auch selber etwas machen, weil wir glauben, der Bedarf ist da, wir müssen den Menschen helfen, wir dürfen sie nicht alleine lassen.“

Update vom 16. Juni, 6.25 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut* meldet am Mittwoch einen Wert von 15,6. Am Vortag hatte er noch bei 18,8 gelegen. Deutschlands Corona*-Hotspot ist weiterhin die Stadt Schweinfurt, wo der Wert von 80,5 auf 84,2 angestiegen ist. Es folgt der Landkreis Lindau auf Platz zwei (58,6). Danach kommt erst wieder der Landkreis Günzburg auf Rang zehn (35,4). Für München meldete das RKI am Mittwochmorgen eine Inzidenz von 15,3. Am Dienstag wurde sie noch mit 15,8 angegeben.

Update vom 15. Juni, 17.44 Uhr: Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten. Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. „Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen.“

Bayern präzisiert Regeln für Schüler: „Hier ist keine Maske mehr notwendig“

Update vom 15. Juni, 13.48 Uhr: Um zehn Uhr traf sich das bayerische Kabinett unter der Leitung von Markus Söder um die Corona-Lage zu diskutieren. Bei einer Pressekonferenz im Anschluss erklärte Staatskanzleichef Florian Hermann, dass man keine „weitreichenden Beschlüsse“ gefasst habe. Doch für Bayerns Schüler gibt es trotzdem Klarheit was die Maskenpflicht betrifft. Unter freiem Himmel ist keine Maske mehr notwendig. In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen. Herrmann betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung dafür nicht geändert werde, vielmehr werde sie nur präzisiert. „Das ist keine Grundlegende Abkehr von der Maske“, sagte Herrmann.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ergänzte, dass das Kabinett letztlich keinen Beschluss zur Maskenpflicht gefällt habe, weil sich CSU und Freie Wähler in dem Punkt noch nicht gänzlich einig seien. „Wir haben die Argumente ausgetauscht, wir sind aber noch nicht zu einer einhelligen Meinung gekommen.“

Bayern warnt bei Pandemiebekämpfung vor Delta-Variante

Deutlich wurde bei der Pressekonferenz die Sorge der Staatsregierung vor der Delta-Variante. Diese würde in Großbritannien mittlerweile dominieren. Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, wie Herrmann erklärte.

In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann. Der Impffortschritt sei mit knapp 50 Prozent bei Erstimpfungen und 26 Prozent bei Zweitimpfungen gut, reiche aber noch nicht aus, um dem Pandemieverlauf alleine und ohne Einhaltung von Hygieneregeln zu begegnen. Wenn alle Maßnahmen so blieben wie bisher, dann würden nach Einschätzung von Virologen die Infektionszahlen allein wegen der Delta-Variante nach oben gehen.

Corona-Lage in Bayern: Die Pressekonferenz im Relive

Pressekonferenz nach Sitzung von Söders Kabinett: Die Pk zum Nachlesen

13.38 Uhr: „Sie plädieren für das Aufziehen der Maske, haben Sie aber jetzt nicht aufgehabt“, kritisiert ein Journalist Staatskanzleichef Florian Herrmann. Dieser hatte seine Maske am Rednerpult nicht aufgesetzt. Herrmann verweist darauf, dass er beim Hereinkommen eine Maske getragen habe, doch der Journalist erklärt, dass beispielsweise Markus Söder seine Maske auch am Pult aufsetze, wenn er gerade keine Frage beantworte - das habe Herrmann nicht getan. „Das haben Sie korrekt festgestellt“, antwortet der Politiker knapp. 

Holetschek äußert sich zum Impftourismus: „Schlag ins Gesicht“

13.32 Uhr: Auf Nachfrage zum Fall der Italiener, die zum Impfen nach München geflogen sind, sagt Holetschek: „Ich halte das gelinde gesagt für einen Skandal.“ Für Menschen, die noch auf einen Impftermin warten würden sei das ein „Schlag ins Gesicht. Wir müssen das abstellen mit aller Konsequenz.“ Zuerst müssten aber die Fakten auf den Tisch, wer wann etwas getan habe. Danach müsse man versuchen, so etwas zu verhindern.

Post Covid, Impfungen und Corona-Tests: Holetschek berichtet nach Kabinettssitzung

13.28 Uhr: Auch Holetschek äußert sich zur Maskenpflicht an Schulen. Man verstehe die Bedenken und nehme die Diskussion wahr, aber: „Für mich war es schon sehr eindrucksvoll“, erklärt Gesundheitsminister Holetschek mit Blick auf die Gespräche mit Virologen, die besonders vor Ansteckung in Innenräumen warnten.

Zum Impffortschritt erklärte er, dass ab dieser Woche wieder Erstimpfungen in Impfzentren stattfinden werden. Auch „Post Covid“ war heute Thema. Man wollte morgen bei der Gesundheitsministerkonferenz erneut darüber sprechen. Holetschek möchte auch weiter auf die Impfzentren setzen, er fordert, dass der Bund diese noch weiter finanzieren muss.

„Testen wird weiterhin ein Bereich sein, dem wir auch weiter nachgehen wollen“, erklärt er. Die „schwarzen Schafe“ wolle man herausfiltern.

Corona: Maskenpflicht an Bayerns Schulen bleibt - Keine Maskenpflicht auf dem Pausenhof

13.21 Uhr: Michael Piazolo hat das Wort. Der Start nach den Ferien verlief reibungslos, auch mit Blick auf das Testen. In der ersten Wochen nach Pfingsten hatte man 75 bis 80 Prozent im vollen Präsenzunterricht. In der aktuellen Woche hätten 95 Prozent vollen Präsenzunterricht, wie der Kultusminister verkündet. In den Pausen wird es keine Maskenpflicht geben, verdeutlicht Piazolo. Jemand der dort aber weiter eine Maske tragen will, kann dies natürlich tun, stellt er klar.

Heute habe man mit Virologen gesprochen, so Piazolo. Er habe aber auch Gespräche mit Kinderpsychologen und Kinderärzten gehabt. Bayerns Kultusminister gibt zu, dass man sich in der Sitzung heute nicht in allem einig war.

Virologen warnen Söder-Kabinett vor Delta-Variante - Impffortschritt nicht ausreichend

13.11 Uhr: Man müsse - trotz der guten Zahlen - weiterhin sehr vorsichtig sein, betont Herrmann besonders mit Blick auf die Delta-Variante. „Da geht es nicht um Alarmismus, es geht nicht darum Panik zu machen“, beteuert Herrmann. Virologen, die bei der Sitzung dabei waren, hätten erklärt, dass die Delta-Variante in Großbritannien dominiere, die Inzidenz sei dort deutlich gestiegen - obwohl 60 Prozent vollständig geimpft seien. „Diese Problematik darf man nicht verkennen“, so Herrmann. Die Variante sei deutlich ansteckender. 132 Fälle der Delta-Variante gebe es derzeit in Bayern. Vor einiger Zeit waren es noch zwei Prozent in Bayern, nun liege man bei knapp zehn Prozent.

„Wir haben einen guten Impffortschritt, aber er ist noch nicht ausreichend“, so Herrmann mit Blick auf die Delta-Variante. Der Fortschritt sei noch nicht so gut, dass man sagen könne „wir brauchen die AHA-Regeln nicht mehr, wir brauchen die Maske nicht mehr.“ Mit den Beschlüssen aus der letzten Woche könne man guten Gewissens leben, aber mit Blick auf die zukünftigen Dinge wolle man „nicht in Hektik verfallen (...) Das betrifft vor allem diese Maskendiskussion.“ Die Maske sei ein wirklich wichtiger Schutz.

Beim Thema Schule habe man die Maskensituation auch diskutiert., doch es gebe „keine grundlegenden Änderungen“, so Herrmann. Das habe man nach der Diskussion mit Wissenschaftlern heute beschlossen, die auf die Gefahr in geschlossenen Räumen hingewiesen hatten. In den Außenbereichen (Pausenhof, Wandertag, Exkursion) dürfe man die Maske abnehmen. Das sei keine Abkehr von der Maske und auch keine grundlegende Neuerung, nur eine Klarstellung für die Praxis, so Herrmann.

Söder-Kabinett tagt zur Corona-Lage: Herrmann verkündet „positive“ Zahlen

13.07 Uhr: Nun beginnt die Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Florian Herrmann hat zuerst das Wort. Man habe keine „weitreichenden Beschlüsse“ gefasst, erklärt der Staatskanzleichef. Die Infektionslage sei wirklich „positiv“, erklärt er. In Bayern gebe es heute 67 Neuinfektionen, die Inzidenz liege bei 18,8. Man habe sogar drei Kreise, die eine Inzidenz von 0 aufweisen. Es gebe aber auch jeden Tag noch Todesfälle.

13.04 Uhr: Die Pressekonferenz hat noch nicht begonnen und verzögert sich offenbar leicht. Es müsste aber bald losgehen.

Update vom 15. Juni, 12.27 Uhr: Seit zehn Uhr ist die Corona-Lage Thema im bayerischen Kabinett. Nach der Sitzung, die von Ministerpräsident Markus Söder geleitet wird, gibt es eine Pressekonferenz. Diese können Sie um 13 Uhr hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen. Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo werden daran teilnehmen.

Inzidenzen sinken weiter: Söders Kabinett analysiert Lage - Pressekonferenz folgt

Erstmeldung vom 15. Juni, 7.45 Uhr: München - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut* meldet am Dienstag einen Wert von 18,8. Am Vortag hatte er noch bei 20,1 gelegen. Deutschlands Corona*-Hotspot ist die Stadt Schweinfurt (80,5) gefolgt vom Landkreis Lindau auf Platz drei (69,5). Ansbach belegt Rang acht (47,8), die Landkreise Kronach (44,9) und Günzburg (44,1) folgen direkt danach. Insgesamt fünf der zehn größten deutschen Hotspots liegen demnach im Freistaat.

Gute Nachrichten kommen aber weiterhin aus der Landeshauptstadt. Für München meldete das RKI am Dienstagmorgen eine Inzidenz von 15,8. Am Montag wurde sie noch mit 18,1 angegeben.

Corona in Bayern: Söder-Kabinett analysiert Lage - Pressekonferenz am Nachmittag

Am Dienstag ist die Corona-Pandemie auch Thema im bayerischen Kabinett. Bei der Sitzung um 10 Uhr soll die Situation analysiert werden. Auch Virologen werden ihre Expertenmeinung preisgeben, wie ein Regierungssprecher im Vorfeld sagte. Themen werden unter anderem der Stand bei der Impfstoffbeschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten sein. Nach der Sitzung werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU*) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) um 13 Uhr vor die Presse treten.

Bereits am Montag hatte sich Holetschek zur Impfsituation in Bayern geäußert.* Auf einen konkreten Termin, wann jeder ein Impfangebot* erhält, wollte er sich im Bayerischen Rundfunk nicht festlegen. Auf den vom Bund angegebenen Zeitraum bis Ende Juli angesprochen machte er aber deutlich: „Wir wollen alles tun, damit das funktioniert.“ (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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