Somalische Piraten kapern Jacht

New York - Somalische Piraten haben im Indischen Ozean eine Jacht mit vier US-Bürgern an Bord gekapert. Auf die Forderung, die Geiseln freizulassen, kam bisher keine Reaktion.

Das berichtete am Freitag die Vertretung Somalias bei den Vereinten Nationen in New York. Bei der Jacht handele es sich um die “Quest“, erklärte der Erste Sekretär, Omar Jamal. Er forderte die Piraten auf, ihre Geiseln umgehend freizulassen.

Die Geiselnahme sei ein Anlass zu “ernster Sorge“, erklärte Jamal. Erst am Donnerstag war ein somalischer Pirat wegen Entführung und Misshandlung des Kapitäns eines US-Handelschiffs zu 33 Jahren Haft verurteilt worden.

Die “Quest“ gehört einer Website zufolge dem Ehepaar Jean und Scott Adam, die seit Dezember rund um die Welt segeln. Geplant sei eine acht bis zehn Jahre dauernde Reise, heißt es auf der Website. Die Adams sind ihrer Website zufolge Prediger und verteilen Bibeln an Schulen und Kirchen in abgelegenen Orten auf den Fidschi-Inseln, in Alaska, Neuseeland, Mittelamerika und Französisch Polynesien.

Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung mehr. Seit einigen Jahren nimmt die Piraterie stetig zu. Die Piraten fordern Lösegeld für die Schiffe und ihre Besatzungen. Sie haben zur Zeit mindestens 29 Schiffe und 660 Geiseln in ihrer Gewalt.

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