Der Sommer ist gelaufen - dank Tief Renate

Berlin - Brütende Hitze am Tage und schweißtreibende Nächte gehören erst einmal der Vergangenheit an. Der Wetterdienst prophezeit sogar: Sommertage mit über 25 Grad werden  zur Rarität. Die Aussichten:

Denn Tief Renate I führt zusammen mit einem Höhentief über Polen kühle Luft heran. Die ganze kommende Woche sind deshalb in Deutschland sommerliche Temperaturen nicht zu erwarten. “Sommertage mit einer Höchsttemperatur von 25 Grad werden zur Rarität“, erklärte am Samstag Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Denn die Hitzewelle hat sich aus Deutschland verabschiedet.

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln zum Durchklicken

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“In weiten Teilen Russlands brütet man bei 35 bis 40 Grad vor sich hin“, berichtete Hartmann. Im Bundesgebiet lösten dagegen Rekordzahlen bei den Niederschlägen die Hitzerekorde ab. So wurden aus Freienbessingen bei Erfurt 116 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden gemeldet. An vielen Orten fielen mehr als 50 Liter. Das Monatssoll, das in Deutschland in Niederungen so um die 60 Liter liegt, regnete gebietsweise an einem Tag aus den Wolken. Die in diesem Jahr von einem strengen Winter und einem trockenen Sommer gebeutelten Landwirte sahen es zum Teil mit Sorgenfalten. Denn dem ausgetrockneten Boden brachten die Sturzbäche wenig Durchfeuchtung. Denn das Wasser läuft ab, nimmt Muttererde mit, dringt aber kaum in den Boden ein.

Tipps für kalte Tage

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Aus Sachsen-Anhalt kamen folglich die ersten Hochwasserwarnungen für die Mulde, einen Nebenfluss der Elbe. Auch in der Schwarzen und in der Weißen Elster stiegen nach Dauerregen die Pegelstände. Beide Flüsse haben übrigens nichts mit dem gleichnamigen Vogel zu tun. Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet die Eilende. In der Nacht zum Sonntag sollte der Regen nachlassen. “Die zugehörigen Unwetterwarnungen werden der Vergangenheit angehören“, kündigte Meteorologe Hartmann an. Für die kommenden Tage wird durchwachsenes Wetter erwartet. “Wo mal länger die Sonne scheint oder die Wolken mit zeitweiligem Regen den Wettercharakter bestimmen, lässt sich nicht bereits jetzt exakt vorhersagen“, sagte Hartmann. “Dazu sind Höhentiefs zu launisch und verhalten sich unberechenbar.“

DAPD

Rubriklistenbild: © dpa

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