Ein bewegtes Leben

Ältester Mann der Welt ist tot

Auf diesem Bild feiert Saturnino de la Fuente (links) 2019 seinen 110. Geburtstag. Nun ist er im Alter von 112 Jahren verstorben.
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Auf diesem Bild feiert Saturnino de la Fuente (links) 2019 seinen 110. Geburtstag. Nun ist er im Alter von 112 Jahren verstorben.
  • Christina Denk
    VonChristina Denk
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Der Spanier Saturnino de la Fuente war der älteste Mann der Welt. Nun ist er mit 112 Jahren gestorben. Er hatte mit 28 Jahren einen Hauseinsturz überlebt.

Madrid/León - 112 Jahre machten ihn zum ältesten Mann der Welt. Am Dienstag ist der Spanier Saturnino de la Fuente gestorben. Dabei führte er den Titel des ältesten Mannes noch gar nicht lange.

Ältester Mann der Welt in Spanien gestorben: Er führte den Titel erst seit dem letzten Jahr

Seit dem 10. September vergangenen Jahres wurde Saturnino de la Fuente vom Guiness-Buch der Rekorde als ältester Mann des Planeten geführt - nach dem Tod des Puerto-Ricaners Emilio Flores. In weniger als einem Monat, am 12. Februar, wäre er 113 geworden. Auch zwei der ältesten Männer der Welt waren 112 Jahre alt geworden. Einer davon hatte den Titel nur für ein paar Monate.

Das Leben des Saturnino de la Fuente sei am Dienstag in der Stadt León „innerhalb weniger Sekunden wie eine Kerze erloschen“, zitierten die Nachrichtenagentur Europa Press und andere Medien Angehörige des Mannes. Er sei in León circa 300 Kilometer nordwestlich von Madrid im Haus einer seiner Töchter gestorben. Drei seiner insgesamt acht Kinder seien bereits vor ihm verschieden.

Ältester Mann der Welt in Spanien gestorben: Mit 28 überlebte er einen Hauseinsturz

De la Fuente habe sich bis zuletzt in einem relativ guten körperlichen und geistigen Zustand befunden. Dabei habe der nur 1,50 Meter große Spanier in seinem langen Leben viel durchgemacht und vieles überstanden, hieß es. Seine wohl schlimmste Erfahrung machte er den Berichten zufolge 1937, als er im spanischen Bürgerkrieg unter den Trümmern eines Hauses überlebte, das beim Absturz eines Kampfflugzeuges der deutschen Legion Condor völlig zerstört worden war.

Die Legion Condor unterstützte damals den Putschisten-Führer und späteren Diktator Francisco Franco. Der gelernte Schuster und langjährige Besitzer einer Schuhfabrik sei ein eingefleischter Fußball-Fan, ehemaliger Spieler und Ehrenmitglied des Clubs Puente Castro FC gewesen. „Pepino“, wie De la Fuente von Verwandten und Freunden genannt wurde, war Ende 2020 auch der erste Mensch, der in der Provinz León gegen das Coronavirus geimpft wurde. (chd/dpa)

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