Tödlicher Unfall in der Umkleide

Spiegel erschlägt Kind: Millionenstrafe für Hugo Boss

Oxford - Weil ein kleiner Junge in einer Umkleidekabine von einem Spiegel erschlagen wurde, muss der Modekonzern Hugo Boss umgerechnet mehr als 1,6 Millionen Euro Strafe zahlen.

Der mehr als 100 Kilogramm schwere und gut zwei Meter hohe Spiegel kippte im Juni 2013 in einem Boss-Laden im englischen Bicester bei Oxford auf den Vierjährigen. Der Junge starb vier Tage später im Krankenhaus. Am Freitag verurteilte ein Gericht in Oxford Hugo Boss zu der Geldstrafe.

Der Spiegel war einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge nicht an der Wand befestigt, sondern stand frei. Der Konzern hatte demnach zugegeben, Sicherheitsvorschriften missachtet zu haben.

Es sei „für ein ungeübtes Auge offensichtlich“ gewesen, dass der Spiegel ein Risiko darstellte, sagte Richter Peter Ross am Freitag. Dass er nicht früher umgekippt sei, sei „nicht weniger als ein Wunder“ gewesen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Dauerregen lässt Pegel steigen
Dauerregen lässt Pegel steigen
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce
Kettensägen-Angreifer hat bei der Festnahme Armbrüste dabei
Kettensägen-Angreifer hat bei der Festnahme Armbrüste dabei
Polizei stoppt Auto mit sieben Kindern auf umgeklappter Rückbank
Polizei stoppt Auto mit sieben Kindern auf umgeklappter Rückbank

Kommentare