Staatsanwaltschaft prüft Schritte nach Ketchup-Attacke auf Sauerland

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Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht am Mittwoch (11.10.2010) auf einem Marktplatz in Duisburg-Rheinhausen, nachdem er zuvor mit Ketchup bespritzt worden war.

Duisburg - Die Ketchup-Attacke auf den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) beschäftigt nun auch die Justiz. Der Tatverdächtige muss eventuell mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Wovon das abhängt:

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Die Staatsanwaltschaft Duisburg prüfe, ob der Tatverdächtige rechtlich verfolgt werden müsse, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft habe die Polizei gebeten, die Vorgänge vorzulegen. Sauerland war am Mittwoch bei einem öffentlichen Auftritt im Stadtteil Rheinhausen von einem Mann mit Tomatensoße bespritzt worden. Nach Angaben seines Pressereferenten wurde er im gesamten Gesicht sowie auf der Jacke getroffen.

Sauerland selbst wollte nach dem Vorfall von einer Strafanzeige absehen. Der Duisburger Oberbürgermeister steht seit dem Unglück bei der diesjährigen Loveparade in der Kritik. Politische Gegner und Bürger geben ihm eine Mitschuld an der Katastrophe und kritisieren, dass er nicht zurückgetreten ist. In der Vergangenheit war es bei öffentlichen Auftritten von Sauerland immer wieder zu verbalen Protesten gekommen. Durch die Loveparade-Katastrophe am 24. Juli waren 21 Menschen getötet und mehr als 500 zum Teil schwer verletzt worden.

dapd

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