Kripo hofft weiter auf Hinweise

Starnberger See: Nach Skelett-Fund - Taucher spüren wohl Unterkiefer und Uhr des Verstorbenen auf

Taucher haben kürzlich eine skelettierte Leiche aus dem Starnberger See geborgen. Jetzt wurde ein Kieferknochen und eine Uhr gefunden. Die Kripo hofft weiter auf Hinweise.

Update vom 12. Mai, 12.52 Uhr: Wie von der Polizei angekündigt, fand am gestrigen Dienstag (11. Mai) ein erneuter Tauchgang im Starnberger See statt. Dabei wurden die Taucher erneut fündig. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilt, wurden Teile eines Unterkiefers gefunden. Die Ermittler erhoffen sich jetzt dadurch, neue Erkenntnisse zur Klärung der Identität des Toten zu erlangen.

Im Starnberger See wurde auch diese Uhr Marke „Citizen“ mit „Elasto-Fixo-Armband“ gefunden.

Außerdem fanden die Taucher eine silberne Uhr der Marke „Citizen“. Sie ist mit einem „Elasto-Fixo-Armband“ ausgestattet, schreibt die Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie ebenfalls dem Unbekannten gehört. Sollten Zeugen die Uhr erkennen oder andere sachdienliche Hinweise geben können, dann sollen Sie sich bei der Kripo Fürstenfeldbruck unter (0 81 41) 61 20 melden.

Skelett-Fund im Starnberger See: Weitere Tauchgänge geplant

Update vom 10 Mai, 15.40 Uhr: Zwei Wochen nach dem Fund eines menschlichen Skeletts im Starnberger See ist die Identität der Person nach wie vor unklar. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gestern auf Anfrage des Starnberger Merkur. Weder der Abgleich mit Vermisstendatenbanken noch der öffentliche Zeugenaufruf hätten bislang eine heiße Spur ergeben.

Die Untersuchung der Knochen beim Institut für Rechtsmedizin in München dauere noch an. Unabhängig davon sollen Polizeitaucher am Dienstag, 11. Mai, im See nach weiteren Skelettteilen suchen, sagte der Sprecher. Entsprechende Tauchgänge waren vergangene Woche aufgrund des Wetters abgesagt worden. Wie berichtet, hatte ein Bundeswehrtaucher am 27. April in rund 40 Metern Tiefe auf dem Grund des Starnberger Sees die sterblichen Überreste entdeckt.            

Nach Skelett-Fund im Starnberger See: 15 bis 20 Hinweise bei Kripo eingegangen

Update vom 3. Mai, 18:00 Uhr: Bei der Kriminalpolizei sind nach dem Fund eines menschlichen Skeletts im Starnberger See etwa 15 bis 20 Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet eingegangen. Diese Zahl nannte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gestern auf Anfrage des Starnberger Merkur. Dabei reiche die Bandbreite von allgemeinen Anfragen zu den Adidas-Turnschuhen vom Typ „Indoor Spezial“ bis zu konkreten Hinweisen auf vermisste Personen, sagte sie. Eine heiße Spur sei allerdings noch nicht dabei. In die Ermittlungen sei neben Kripo und Rechtsmedizin mittlerweile auch das Landeskriminalamt (LKA) eingeschaltet.           

Update vom 30. April, 11.20 Uhr: Nach dem Skelett-Fund im Starnberger See hofft die Polizei auf eine schnelle Untersuchung der Überreste, um die Identität der verstorbenen Person feststellen zu können. Die Beamten gehen davon aus, in „zwei bis drei Wochen“ weitere Informationen zur Identität zu haben. Auch DNA-Abgleiche mit Vermissten- und Kriminalfällen sollen hierfür herangezogen werden.

Leiche im Starnberger See: DNA-Proben von Skelett entnommen - „Zeitintensiver und komplizierter Vorgang“

Im Institut für Rechtsmedizin München werden DNA-Proben von der skelettierten Leiche entnommen, berichtet die Polizei am Freitag. Die Leiche werde priorisiert untersucht, die Gewinnung von DNA-Proben der Knochen sei allerdings ein „zeitintensiver und komplizierter Vorgang“. Sollte keine unmittelbare Identifikation möglich sein, erhofft sich die Polizei, die DNA mit der vermisster Personen abgleichen zu können.

Bisher noch keine Treffer erbracht, hat ein Abgleichen der Leiche mit Vermisstenfällen und ungelösten Kriminalfällen. Verwertbare Hinweise aus der Bevölkerung seien bisher ebenfalls nicht eingegangen. Die menschlichen Knochenteile wurden am Dienstag bei einer Tauchübung von einem Bundeswehrsoldaten in 40 Metern Tiefe entdeckt.

Leiche im Starnberger See: Kripo ermittelt - Adidas-Turnschuhe bislang heißeste Spur

Update vom 29. April, 18.29 Uhr: Ein Paar weiße Adidas-Turnschuhe vom Typ „Indoor Spezial“ ist die derzeit heißeste Spur in einem mysteriösen Fall, mit dem sich die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck beschäftigt. Die weißen Schuhe mit schwarzen Streifen in Schuhgröße 12 (UK) gehörten zu einem Menschen, dessen sterbliche Überreste Taucher am Dienstagmorgen im Starnberger See entdeckt haben. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Donnerstag mitteilte, waren Taucher des Ausbildungszentrums der Bundeswehr in Percha am Dienstag mit ihrer Plattform auf dem See unterwegs, als sie die menschlichen Überreste fanden.

Die Bundeswehr verständige daraufhin die Polizei. Neben zwei Beamten der Starnberger Wasserschutzpolizei waren kurz darauf Taucher der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Sie fanden weitere Teile eines skelettierten Leichnams, dazu noch einige weitere Kleidungsstücke. Die Identität der Leiche war am Donnerstag allerdings noch unklar. Auch die Liegezeit der Knochen konnte „zum aktuellen Ermittlungsstand“ noch nicht genauer eingegrenzt werden. Aufgrund des Zustands der Leiche muss allerdings von vielen Jahren ausgegangen werden. Zudem lässt die Schuhgröße – 12 (UK) entspricht 46,5 (EU) – darauf schließen, dass es sich um einen Mann handeln dürfte.

Leiche im Starnberger See: Kripo durchforstet jetzt die Vermisstenfälle der vergangen Jahre

Die Beamten der Kripo gehen nun die Vermisstenfälle der zurückliegenden Jahre durch. Gegebenenfalls könnte auch das Zahnschema Aufschluss über die Identität geben, sagte Polizeisprecherin Michaela Grob gegenüber dem Starnberger Merkur. Die Schwierigkeit bestehe darin, einen Zusammenhang zwischen einer vermissten Person und dem Starnberger See herzustellen. Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek kann sich nur an einen einzigen Fall eines Vermissten erinnern, der nicht gelöst werden konnte: Ende Mai 2010 war ein damals 67 Jahre alter Segler aus München zwischen Tutzing und Bernried über Bord eines Segelschiffs gegangen. Der Mann konnte nach Angaben Matuscheks bislang nicht gefunden werden.

Ob der Bundeswehrtaucher nun die sterblichen Überreste dieses Mannes gefunden hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch reine Spekulation. Matuschek geht davon aus, dass der Leichnam seit mindestens zehn Jahren im See gelegen hat. Dafür spricht auch das Alter der Schuhe. Wie eine Adidas-Sprecherin auf Anfrage sagte, kam das Modell „Indoor Spezial“ 1979 auf den Markt und war auf jeden Fall bis 1984 erhältlich.

Taucher der Bundeswehr finden menschliche Überrest im Starnberger See

Erstmeldung 29. April, 14.17 Uhr: Starnberg - Einen schrecklichen Fund machten Taucher der Bundeswehr am vergangenen Dienstag, 27. April 2021, im Starnberger See. Sie bargen mehrere menschliche Knochenteile vom Grund des Sees. Die verstorbene Person konnte, auch aufgrund der fortgeschrittenen Skelettierung, bislang nicht identifiziert werden.

Zu dem Verbleib der Leiche hatte es zunächst keine Anhaltspunkte gegeben. Der Taucher, ein Angehöriger der Bundeswehr, war lediglich im Rahmen einer Übungsaktion gegen 8:25 Uhr im nördlichen Bereich des Starnberger Sees zu Wasser gegangen. In rund 40 Metern Tiefe entdeckte er dann jedoch einen menschlichen Schädel auf dem Seegrund. Zudem fand der Taucher helle Turnschuhe, welche aus dem Schlick des Sees ragten und der Leiche zugeordnet wurden.

Leiche aus Starnberger See geborgen - Taucher stoßen auf menschliche Knochen und Kleidungsstücke

Durch das Hinzuziehen von Tauchern der Bereitschaftspolizei konnten schließlich im Rahmen des veranlassten Bergungseinsatzes sowohl die Teile eines skelettierten Leichnams, als auch einige zugehörige Kleidungsstücke geborgen und an Land gebracht werden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang liegen weder Hinweise auf die Identität der verstorbenen Person vor, noch kann zum aktuellen Ermittlungsstand die Liegezeit der Knochen genauer eingegrenzt werden.

Diese Adidas-Turnschuhe wurden bei der Leiche gefunden.

Starnberger See: Skelettierte Leiche geborgen - Kripo sucht nach Hinweisen auf Identität

Im Rahmen der veranlassten Begutachtung der Knochen durch das Institut für Rechtsmedizin München fanden sich daran keine Anzeichen einer äußeren Gewalteinwirkung. Hinweise auf die Identität der verstorbenen Person könnten die noch relativ gut erhaltenen Turnschuhe bringen. Es handelt sich hierbei um helle Turnschuhe der Marke Adidas, Typ Indoor Spezial, Schuhgröße 12 (UK). Aufgrund dessen wird davon ausgegangen, dass es sich vermutlich um eine männliche Person handelt.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Identität der verstorbenen Person geben können, werden gebeten, sich unter (0 81 41) 61 20 bei der Kripo Fürstenfeldbruck zu melden.

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Rubriklistenbild: © Ursula Düren/dpa

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