Himmelsphänomene

Sternschnuppen im Dezember 2018: So können Sie die Ursiden sehen

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Die Ursiden bieten ein Himmelspektakel pünktlich zum Weihnachtsfest.

Sternschnuppen 2018: Die Ursiden sind im Dezember am Himmel über Deutschland zu sehen. Hier bekommen Sie alle Infos zum Himmelspektakel.

München - Weihnachten steht vor der Tür, alle Geschenke sind (hoffentlich) gekauft und die Familie ist beisammen. Mit den Ursiden gibt es zudem noch einen Sternschnuppenschwarm, der pünktlich zum Weihnachtsfest über Deutschland zu sehen sein wird.

Sie haben noch nie von den Ursiden gehört? Woher der Name stammt, wie sie entstehen, wann genau sie in Deutschland zu sehen sind und wo man die beste Sicht auf das Himmelspektakel hat, haben wir für Sie zusammengefasst.

Ursiden im Dezember 2018: Was für Sternschnuppen sind das überhaupt?

Nach den Geminiden sind die Ursiden der zweite starke Sternschnuppenschwarm, der im Dezember über Deutschland zu sehen sein wird. Die bekanntesten Meteorströme, wie man diese Phänomene ebenfalls nennt, sind aber wohl die Perseiden, die immer im Sommer auf die Erde niedergehen. Die geringere Popularität von Geminiden und Ursiden im Vergleich zu den Perseiden ist schnell erklärt: Die Temperaturen sowie die Wetterverhältnisse, um Sternschnuppen zu beobachten, sind im lauen Sommer einfach betrachtungsfreundlicher als im kalten Winter.

Mit bis zu zehn Meteoren pro Stunde blitzen die Ursiden nicht so häufig auf wie manch andere Sternschnuppenschwärme. Allerdings gab es auch bereits Jahre, in denen deutlich mehr Sternschnuppen zu sehen waren.

Neben den Perseiden im August sowie den Geminiden im Dezember konnten Himmelsbeobachter außerdem im Oktober die Orioniden sowie im November die Leoniden bestaunen.

Sternschnuppen im Dezember 2018: Woher stammt der Name „Ursiden“?

Der Ursidenschwarm hat seinen Namensursprung im Sternbild des Kleinen Bären (lateinisch ursa minor), der auch als Kleiner Wagen bekannt ist. Der Hauptstern dieser Konstellation ist Polaris, der auch Nordpolarstern genannt wird. Der Radiant der Ursiden, also der Punkt, an dem der Meteorschauer seinen Anfang zu nehmen scheint, liegt aber bei Kochab, dem zweithellsten Stern des Kleinen Bären.

Sternschnuppen im Dezember 2018: Wann erreichen die Ursiden ihr Maximum?

Die Ursiden sind im Jahr 2018 vom 17. bis zum 26. Dezember am Himmel zu sehen. Sein Maximum erreicht der Sternschnuppenschwarm in diesem Jahr in der Nacht vom 22. Dezember zum 23. Dezember beziehungsweise am frühen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr. Wer die Ursiden sehen möchte, muss also früh aufstehen, da die maximalen Fallraten in normalen Jahren nur zehn Sternschnuppen pro Stunde betragen. In manchen Jahren erhöht sich diese Anzahl aber auch - bis zu 50 Meteoren stündlich konnten dann schon beobachtet werden.

Theoretisch sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag die optimalen Bedingungen zur Beobachtung der Ursiden gegeben. Zum Höhepunkt des Schwarms steht der Radiant nämlich noch hoch am Himmel. Da aber in der Nacht zum 23. Dezember der Vollmond scheinen wird, kann es auch durchaus zu hell sein, um viele Sternschnuppen zu sehen. Natürlich muss auch das Wetter mitspielen. 

In unserem Wetter-Ticker für Deutschland, erhalten Sie immer die neuesten Überblicke über das Wetter.

Ursiden im Dezember 2018: Wo und wie kann man die Sternschnuppen sehen?

Zum Beobachten von Sternschnuppenschwärmen wie den Ursiden sind dunkle Orte, die weit entfernt von großen Städten liegen, die beste Empfehlung. Das liegt einerseits an der Rundumsicht, die man dort hat, sowie andererseits daran, dass kein künstliches Licht stört. Sirko Molau von der Vereinigung der Sternfreunde erklärt, dass es ausreicht, „wenn die Sicht zum Himmel frei ist“. In eine bestimmte Richtung müsse man nicht gucken. Bei klaren Wetterverhältnissen können auch die Bewohner von Großstädten Glück haben. 

Ursiden im Dezember 2018: Wann kann ich wieder Sternschnuppen sehen?

Wer keine Zeit hat, die Ursiden zu betrachten, oder wem das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, dem sei der nächste Sternschnuppenschwarm ans Herz gelegt. Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2019 werden die Quadrantiden erwartet. Bei diesem Meteorstrom werden mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. In manchen Jahren wurden sogar schon bis zu 200 Meteore stündlich gezählt. 

Auch in den anderen Monaten des Jahres gibt es Sternschnuppen zu sehen. Wie Sie zum Beispiel die Lyriden im April beobachten können, haben wir in einem gesonderten Artikel auf Merkur.de* für Sie zusammengefasst.

Mehr zum Thema: Im Jahr 2018 war eine Rekord-Mondfinsternis über Deutschland zu sehen. Erst im kommenden Jahrhundert wird es eine Mondfinsternis geben, die länger andauert. Das sollte auch dafür entschädigen, dass die Sonnenfinsternis im August 2018 in Deutschland nicht zu sehen war.

sh

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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