Universität Hohenheim

Frau parkt 3 Minuten zu lang und bekommt Strafzettel - „Kontrolleure lauern darauf“

Stuttgart ist eine Autostadt. Unbegrenztes Parken ist deshalb trotzdem nicht erlaubt. Das musste eine Studentin jetzt schmerzhaft feststellen - und wehrte sich daraufhin gegen einen Parkplatzbetreiber.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt Stuttgart* ist überregional für das Auto bekannt - egal ob es um die dort ansässigen Fahrzeughersteller geht, um Feinstaubwerte oder Verkehrschaos. Immerhin: Wer möchte, kommt zumindest im Zentrum von Stuttgart auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht und muss nicht erst lange einen Parkplatz suchen.

Ein Vorteil, der die Studierenden der Universität Stuttgart* von denen der Universität Hohenheim unterscheidet. Denn der Stadtteil Hohenheim liegt am Rande der Landeshauptstadt. Für manchen Studierenden ist dafür das Auto vielleicht eher das Verkehrsmittel der Wahl - sofern man denn eines besitzt. Zwar hat die Universität Hohenheim eigene Parkplätze, diese sind seit kurzem allerdings gebührenpflichtig. Jetzt hat dort eine Studentin ihre Parkdauer um drei Minuten überschritten und bekam einen Strafzettel. Das passte der jungen Frau überhaupt nicht, weshalb sie sich bei der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg (PBW) beschwerte.

Studentin überzieht Parkdauer: Verwirrung über Wahl des richtigen Parkscheins

Dumm nur, dass die 23-Jährige nun einmal in der Landeshauptstadt der sparsamen, ordentlichen Schwaben studiert. Erst kürzlich musste ein Mann eine Strafe zahlen, weil er zu lange nach seiner SSB-Fahrkarte suchte (BW24* berichtete). Entsprechend machte auch die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg bei der Studentin in Hohenheim keine Ausnahme.

Eine Studentin kassierte einen Strafzettel - weil sie 3 Minuten länger parkte als erlaubt (Symbolbild).

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, habe die junge Frau zwei Euro an Parkgebühren bezahlt. Für Studierende reicht das eigentlich den ganzen Tag, doch der entsprechende Tarif lässt sich nicht einfach am Parkscheinautomaten auswählen. Dafür wird entweder eine App oder eine Karte der Parkraumgesellschaft benötigt.

Laut der Stuttgarter Zeitung hatte die Studentin weder die App, noch die Karte. „Ich wusste, dass das Parken an der Uni jetzt Geld kostet, aber ich hatte mich nicht im Detail damit beschäftigt“, so die 23-Jährige zur Zeitung. Sie habe stattdessen den Besuchertarif von zwei Euro für zwei Stunden bezahlt. Danach schrieb sie eine Präsenzprüfung an der Universität - was aber aufgrund der Corona-Auflagen länger dauerte, als die anberaumten 90 Minuten.

Parkdauer überzogen: Studentin unterstellt Kontrolleuren böse Absicht

Weil sie nach kaum drei Minuten überzogener Parkdauer bereits einen Strafzettel bekam, hegt die Studentin jetzt einen Verdacht: Es werde besonders streng kontrolliert, weil nach Monaten mal wieder Studenten für Präsenzprüfungen auf dem Campus seien. „Die laufen den ganzen Tag auf und ab und schauen, wie lange die Parkscheine gültig sind“, so die 23-Jährige zur Stuttgarter Zeitung.

Die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg widerspricht dieser Aussage gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Es sei sogar weniger kontrolliert worden als sonst. Auf den 1.000 Stellplätzen im Bereich der Uni werde ein- bis zweimal am Tag kontrolliert. Ein Verstoß kostet grundsätzlich 30 Euro. Wenn man innerhalb der ersten sieben Tage bezahlt, verringert sich die Strafe um die Hälfte. Der Studentin hat ihr Ärger letztlich wenig genutzt, sie zahlte die 15 Euro für den Strafzettel. Was die Parksituation angeht, zog sie aus dem Erlebnis allerdings Konsequenzen: „Das nächste Mal habe ich eben außerhalb geparkt. Da bin ich lieber länger gelaufen, als mich mit denen noch mal zu ärgern.“ *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat

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