"Ophelia" sorgt für Sturm

Südlich des Mains: Sonnig und warm dank "Tanja"

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Sonniger Oktober: Wanderer stehen am Zugang zur Aussicht von der Bastei-Felsformation im Nationalpark Sächsische Schweiz. Foto: Sebastian Kahnert

Ein bisschen goldener Oktober in Deutschland - gefährlich stürmisches Wetter in Großbritannien und Irland: Unterschiedlicher könnten die Aussichten für die nächsten Tage mit "Tanja" und "Ophelia" kaum sein.

Offenbach/London (dpa) - Viel Sonne und Temperaturen über 26 Grad: "Tanja" beschert vor allem der Mitte und dem Süden Deutschlands auch in den nächsten Tagen schönes Herbstwetter.

Das Hoch mit Schwerpunkt über dem südlichen Mitteleuropa zeige zumindest kurzfristig Wirkung, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Im Norden sei die Bewölkung zwar zeitweise dichter, doch auch dort bleibe es weitgehend trocken.

Örtlich bis zu 26 Grad in der Spitze erwartet der DWD am Montag am Nordrand der westlichen Mittelgebirge. Oft starte der Tag neblig, dann folge "eitel Sonnenschein". Die Nächte seien recht kühl, aber weitgehend frostfrei. Bis zu 25 Grad sind zumindest in Sachsen auch am Dienstag noch drin, bevor sich das Wetter am Mittwoch langsam umstellt: Im Westen verdecken dann dichte Wolkenfelder die Sonne, am Abend kann es dort auch regnen. Im Süden wird es noch einmal sonnig. Mit nur noch maximal 22 Grad kühlt es weiter ab.

Viel ungemütlicher wird das Wetter jedoch über Irland und den britischen Inseln. Dort könnte ab Montag Ex-Hurrikan "Ophelia" wüten. Noch weise "Ophelia" Eigenschaften tropischer Wirbelstürme auf und habe zum Beispiel einen warmen Kern, hieß es vom DWD.

In Teilen Großbritanniens und Irlands erwarten Meteorologen für Montag und Dienstag stürmisches Wetter mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometern. Wetterdienste warnten vor umherfliegenden Trümmerteilen, Überschwemmungen und Stromausfällen. Zug- und Fährverbindungen könnten unterbrochen werden, hieß es in einer Warnung für Nordirland. Betroffen sind vor allem der Westen Irlands sowie der Norden und Westen des Vereinigten Königreichs.

Am Dienstag werde das Windfeld voraussichtlich auch den Norden Deutschlands beeinflussen - Sturmböen seien dann an der Nordsee und auf höheren Berggipfeln nicht auszuschließen. "Es dürfte aber nicht mehr als im Herbst üblich werden", sagte DWD-Experte Ruppert.

Deutscher Wetterdienst

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