Tausende Pilger feiern Weihnachten in Bethlehem

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Die Geburtskirche in Bethlehem.

Bethlehem - Tausende von Gläubigen haben am Donnerstag an den Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem teilgenommen. Am Nachmittag zog die traditionelle Weihnachtsprozession aus Jerusalem in Bethlehem ein.

Die Kirchenrepräsentanten unter Leitung des lateinischen Patriarchen Fouad Twal wurden nach ihrer Ankunft von Pfadfinder-Fanfarenzügen bis zum Krippenplatz vor der Geburtskirche begleitet. Dort wurden sie von tausenden Gläubigen und Besuchern feierlich in Empfang genommen, es waren auch Auftritte von Chören aus aller Welt geplant.

Nach Angaben des Bürgermeisters Victor Batarseh feiern etwa 15 000 Besucher Weihnachten in der Stadt im südlichen Westjordanland, die Hotels sind fast vollständig ausgebucht. Auch im letzten Jahr war die Situation ähnlich, während die Tourismusbranche in den Jahren zuvor unter der Gewalt in der Region litt und Einbußen hinnehmen musste. Die Stadt ist teilweise durch eine Mauer von Israel getrennt, die Reise dorthin ist mitunter mühsam.

Israel erlaubte am Donnerstag 420 Christen die Ausreise aus dem blockierten Gazastreifen, damit diese an den Feierlichkeiten in Bethlehem teilnehmen konnten. Im Gazastreifen mit seiner Bevölkerung von knapp 1,5 Millionen Menschen leben etwa 3000 Christen. Israel hat aus Sicherheitsgründen nur Christen im Alter von unter 18 und über 35 Jahren Ausreisegenehmigungen aus Gaza erteilt.

Der Jerusalemer Patriarch leitet am Donnerstag auch die Mitternachtsmesse in der Geburtskirche Bethlehems, zu der auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erwartet wird. In seiner Weihnachtsbotschaft äußerte Erzbischof Twal ungeachtet aller Rückschläge Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts: “Das Geschenk, das wir uns am meisten wünschen, mehr als Geld und Reichtum, ist Frieden.“

dpa

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