Spektakulärer Kriminalfall

Erfinder Madsen: Kim Wall ist im U-Boot erstickt

Erfinder Peter Madsen galt als verrückt, aber genial - bis an Bord seines U-Bootes die Journalistin Kim Wall starb. Nun steht der Däne vor Gericht. Über ein mögliches Motiv wird noch gerätselt.


Kopenhagen - Die schwedische Journalistin Kim Wall ist nach Angaben des mordverdächtigen Erfinders Peter Madsen an Bord seines U-Bootes erstickt. Er habe etwas reparieren wollen, habe deshalb einen Kompressor und zwei Motoren gestartet und sei durch ein Luk nach draußen geklettert.

Das sagte der 47-Jährige zum Prozessauftakt vor Gericht. Er habe das Luk nicht wieder öffnen können, wohl weil sich ein Unterdruck im Boot gebildet habe. "Ich konnte Kim da unten rufen hören", sagte er.

Erst nach einer Weile habe er das Luk wieder öffnen können. Ihm sei warme Luft entgegengekommen. Wall habe leblos im Boot gelegen. Die Staatsanwaltschaft glaubt nicht an den beschriebenen Unfall. Sie wirft Madsen vor, die junge Frau gefesselt, gequält und ermordet zu haben. 

dpa

Rubriklistenbild: © Mads Claus Rasmussen

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