Mordfall Madeleine: Gericht verhängt lebenslange Haft

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Der Angeklagte soll seine Stieftochter Madeleine ermordet haben. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Essen (dpa) - Ein Jahr nach der Ermordung der 23-jährigen Madeleine ist der Stiefvater der jungen Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Essener Schwurgericht stellte am Freitag außerdem eine besondere Schwere der Schuld des 47-Jährigen fest. Damit ist eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren Haft ausgeschlossen. Die Richter sind überzeugt, dass der Angeklagte seine Stieftochter jahrelang sexuell missbraucht und aus Wut erstickt hat. Anschließend hat er die Leiche in seinem Essener Schrebergarten vergraben und mit Beton bedeckt.

Madeleine war im August 2012 aus der elterlichen Wohnung geflohen. Sie tauchte in einer Mutter-Kind-Einrichtung unter und zeigte ihren Stiefvater wegen sexuellen Missbrauchs an. Der 47-Jährige ist auch Vater ihrer Tochter. Vor Gericht gestand er zwar die Tötung seiner Stieftochter, stellte sie aber als tragische Eskalation dar. Er will der 23-Jährigen im Streit eine volle Schnapsflasche vor den Kopf geworfen haben. Danach sei die junge Frau sofort tot gewesen.

Als Mittäter wurde der Sohn des 47-Jährigen wegen Freiheitsberaubung zu vier Jahren Haft verurteilt. Der 22-Jährige hatte seine Halbschwester laut Urteil mit falschen Versprechen zu ihrem Vater gelockt.

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