Massensterben

Tonnen von toten Fischen in libanesischem Stausee

Tote Fische im Libanon
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Freiwillige sammeln tote Karpfenfische aus dem Qaraoun-Stausee im Beqaa-Tal im Ostlibanon.

Schon seit langem leidet der größte künstliche See des Libanon an Verschmutzung durch Abwasser sowie Pestizide aus der Landwirtschaft. Nun sind massenhaft Karpfen in dem Gewässer verendet.

Beirut (dpa) - Dutzende Helfer haben aus einem Stausee in der libanesischen Bekaa-Ebene Tonnen von toten Fischen geborgen.

Die Tiere trieben auf der Oberfläche des Karaun-Sees und wurden an das Ufer gespült. Bei den toten Fischen handele es sich um Karpfen, sagte der Mitarbeiter der Lokalverwaltung, Nadschib Swaidan, am Freitag. Die Ursache für das Massensterben war zunächst unklar.

Möglicherweise hätten Fabriken Chemikalien in den Litani-Fluss geleitet, erklärte Sweidan. Der libanesische Umweltexperte Mahir Usta sagte, die Fische könnten auch an einem Virus oder einer bakteriellen Erkrankung gestorben sein. Wegen Belastung mit Schwermetallen dürften in dem See seit drei Jahren keine Fische mehr gefangen werden.

Der Karaun-Stausee südöstlich der Hauptstadt Beirut war in den 1950er Jahren errichtet worden. Der größte künstliche See des Libanon leidet schon seit langem an Verschmutzung durch Abwasser sowie Pestizide aus der Landwirtschaft. Erst im Februar war die Küste im Süden des Libanon nach einer Ölpest im Mittelmeer stark verschmutzt worden.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-418853/2

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