Rekordzahl an Festnahmen

UN-Bericht: Asien wird zur Partydrogen-Hölle

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Ein Polizist in Thailand vor zwei Tonnen sichergestelltem Metamphetamin, im örtlichen Slang "Yaba" genannt.

Bangkok - In Südostasien und Ostasien ist der Handel mit Designerdrogen ein immer größeres Milliardengeschäft, wie schockierend hohe Zahlen aus dem aktuellen UN-Bericht zeigen.

In Asien sind Designerdrogen weiter auf dem Vormarsch. Im Jahr 2012 beschlagnahmten die Behörden in den Regionen Südostasien und Ostasien insgesamt 226 Millionen Pillen der synthetischen Droge Methamphetamin, knapp 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies geht aus einem am Freitag in Bangkok veröffentlichten Bericht der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor.

Auch die Zahl der Festnahmen stieg auf einen neuen Höchststand. Insgesamt wurden in der Region im Zusammenhang mit Methamphetaminen mehr als 387 000 Menschen festgenommen, berichtete die UNODC. Spitzenreiter war Thailand mit knapp 196 000 Festnahmen, gefolgt von China und Malaysia.

Der dramatische Anstieg bei Festnahmen und Beschlagnahmungen könnte sowohl auf höhere Produktion als auch auf bessere Strafverfolgung zurückgeführt werden, sagte UNODC-Programmdirektor Tun Nay Soe. „China und Thailand haben ihre Bekämpfungsmaßnahmen wirklich verstärkt.“

Als einer der größten Hersteller in Asien gilt Myanmar. Von dort wurde dem Bericht zufolge ein Anstieg der Produktion gemeldet. Vor allem Aufständische im Shan-Staat im Westen des Landes sind in der Drogenproduktion aktiv. Schätzungen der UNODC zufolge handeln Drogenbarone der Region mit Methamphetaminen und Heroin im Umfang von umgerechnet 23 Milliarden Euro im Jahr.

dpa

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