Schäden jetzt sichtbar

Fällt Mallorca-Urlaub dieses Jahr ins Wasser? Sturmtief-Folgen für Touristen unklar

Mallorca-Urlaub ohne Sand? Das Sturmtief, das im Januar wütete, hinterlässt nackte Felsen an den Stränden - die Aufräumarbeiten werden erschwert. 

  • Mallorcas Strände sind zwei Monate vor Saisonbeginn teilweise ohne Sand.
  • Grund ist das Sturmtief Gloria, das Ende Januar gewütet hat.
  • Die Aufräumarbeiten gehen schleppend voran - lokale Behörden brauchen Unterstützung aus Madrid.

Mallorca - Es sind ungewohnte Bilder aus dem Ferienparadies, die sich kurz vor Beginn der Saison zeigen. Anstatt dass Mallorcas Strände für dieTouristen vorbereitet und neu dekoriert werden, herrscht hier gähnende Leere: Es gibt nicht einmal Sand. Schroffe Felsen auf der einen Seite, meterhohe Algenschichten auf der anderen - bis die Lokalbehörden die Strände aufgeräumt haben, dürfte es noch dauern. 
Besonders betroffen sind die Strände von Manacor, Son Servera, Felanitx, Capdepera, Sant Llorenç, Santanyí und Pollença. Anfang Januar tobte Sturm Gloria auf Mallorca - ein Mensch starb, Abschnitte der Insel wurden verwüstet - sintflutartige Regenfälle und meterhohe Wellen hatten enorme Schäden angerichtet. Auf über 11 Millionen Euro wird der Schaden durch die Extremwetterlage* beziffert - auch die Landwirtschaft ist betroffen. 

Unwetter auf Mallorca: Das Meer holte sich den Sand

Ähnliches meldet auch der Tourismusverband aus der bei deutschen Urlaubern beliebten Küstengemeinde Cala Millor: „Über 50 Prozent des 1,8 Kilometer langen Strandes sind ins Meer gespült worden.“

An einigen Stränden von Son Servera sind nur noch nackte Felsen zu sehen - andere liegen unter einer Algenschicht begraben. Um die Strände bis Saisonbeginn wieder flott zu kriegen, hoffen die Behörden auf schnelle und unbürokratische Hilfe aus Madrid.

Unwetter auf Mallorca: Das erschwert die Aufräumarbeiten

Der Ort Santanyí hat besonders mit den Aufräumarbeiten zu kämpfen: Hier sind einige Strände nur nach längeren Fußmärschen zu erreichen - doch den Weg dorthin pflastern umgestürzte Mauern und entwurzelte Bäume. Im Ort beziffert man den Schaden auf mindestens 600.000 Euro, wie ein Sprecher zur dpa sagte. Wie teuer es wirklich wird, ist aber noch nicht abzusehen - zuerst müssen die Fußwege freigelegt werden.

Für Deutschland sehen Meteorologen unterdessen auch ein Tief heraufziehen - der Orkan aus dem Tief Sabine soll zum Wochenanfang wüten.

Sturmtief Sabine zieht über Deutschland hinweg. Für Bayern hat sogar die Warnapp Katwarn ausgelöst. Schulen bleiben geschlossen, alle Informationen gibt es hier.

*Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / ---

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