US-Umweltbehörde meldet verheerende weltweite Korallenbleiche

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Abgestorbene Korallen vor der hawaiianischen Insel Lisianski. Foto: NOAA

Die Klimaerwärmung und das Phänomen "El Niño" greifen weltweit die Korallenriffe an. Die Korallen bleichen aus und sterben nach und nach ab. US-Forscher melden alarmiert die dritte weltweite Korallenbleiche - und das Schlimmste scheint noch nicht vorbei.

New York (dpa) - In den Meeren der Welt breitet sich nach Angaben der US-Umweltbehörde NOAA derzeit eine verheerende Korallenbleiche aus. Bis zum Ende des Jahres könnten mehr als ein Drittel der Korallen der Welt davon betroffen sein, teilte die NOAA mit.

Mehr als 12 000 Quadratkilometer Korallenriffe - eine Fläche etwa halb so groß wie Mecklenburg-Vorpommern - könnten absterben. Bei der Korallenbleiche greifen die weltweite Klimaerwärmung und in diesem Jahr auch das Phänomen "El Niño" die Riffe an, so dass die Korallen ihre Farbe verlieren und nach und nach absterben. Es handelt sich um das dritte weltweite Phänomen dieser Art seit Beginn der Beobachtungen der NOAA. Die vorherigen fanden 1998 und 2010 statt.

Besonders schlimm sei es derzeit um Hawaii herum, teilten die NOAA-Forscher mit. Auch in der Karibik breite sich die Korallenbleiche derzeit aus. Im Süden Floridas habe das Phänomen dagegen seien Höhepunkt wohl schon überschritten. Begonnen hatte die Korallenbleiche im Sommer 2014 im Pazifik. "Uns besorgt besonders, dass das Phänomen jetzt schon seit mehr als einem Jahr anhält und unseren ersten Vorhersagen zufolge auch noch bis weit ins Jahr 2016 hinein andauern wird", sagte NOAA-Forscher Mark Eakin.

Bei der Korallenbleiche trennen sich die Korallen von ihren Algen, mit denen sie sonst in Symbiose leben. Die Algen produzieren normalerweise Zucker für die Korallen. Wenn die Wassertemperatur aber zu hoch wird, werden die Algen giftig. Ohne die Algen leben die Korallen zwar noch, aber sie werden anfällig und sterben nach einer Weile ab. Die Algen sorgen auch für die leuchtenden Korallenfarben. Ohne Algen sind die Korallen blass.

Mitteilung der NOAA

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